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Praxiswerkstatt Textilien – Mein Einstieg in die Bildungsarbeit (Teil 2)

Mode und Textilien sind ein ideales Thema für unsere Bildungsarbeit. Es eignet sich als Beispiel für die Vermittlung von Themen rund um Globalisierung, Welthandel, faire Preise und Kinder- und Menschenrechte sowie zur Veranschaulichung von globalen Lieferketten. Vor allem Jugendliche und Erwachsene fühlen sich hierbei angesprochen.

In diesem zweiteiligen Hybrid-Seminar bieten wir einen vielschichtigen Einstieg in die Thematik – inhaltlich wie methodisch.

Inhalt

Im Online-Seminar (Teil 1) teilt Jorinde Bartels ihre Forschungsergebnisse zu den Produktionsbedingungen entlang der gesamten textilen Lieferkette. Sie sprach dafür sowohl mit großen konventionellen wie auch kleinen Fairtrade-zertifizierten Modemarken, wie auch mit Fabrikbesitzern, Gewerkschaften und NGOs in Indien. Im Seminar berichtet sie von ihren Erfahrungen und Eindrücken, der Rolle des fairen Konsums (und seine Grenzen), aktuellen Entwicklungen sowie ihrem Engagement im nachhaltigen Modebereich bei verschiedenen NGOs.

Am Präsenz-Seminartag (Teil 2) lernt ihr dann verschiedene Methoden für die Bildungsarbeit zu dem Thema kennen. Neben vielen Tipps und Tricks für die Umsetzung im eigenen Bildungskontext bleibt genug Zeit zum Austausch mit den anderen Seminarteilnehmenden. Nach dem Seminar geht ihr mit einem Methodenbündel und ersten Ideen für die eigene Bildungsarbeit nach Hause.

Zielgruppe

Einsteiger:innen in die Bildungsarbeit und alle, die ihr Wissen und ihre Methodenkenntnisse im Bereich Textilien auffrischen möchten.

Die beiden Veranstaltungen können als Pflichtbausteine für den Erwerb des Zertifikats Grundlagenqualifikation Bildungsarbeit im Weltladen angerechnet werden.

Zeit & Ort

Teil 1: 9.11. 16-18 Uhr Online über Zoom (Link wird nach Anmeldung versendet)

Teil 2: 12.11. 10:00-17 Uhr in Hamburg (im Süd-Nord Kontor, Stresemannstraße 374, Hamburg)

Referent:innen

Sandra Bornemann
Multiplikatorin für den Fairen Handel und Globales Lernen in Schulklassen bei hamburg mal fair
Jessica Grage
Multiplikatorin für den Fairen Handel und Globales Lernen in Schulklassen bei hamburg mal fair

Anmeldung:

Weltladen-Dachverband e.V.
Saskia Führer

Anmeldungen bis: 02.11.2022

Kosten:

Pro Person 32 € (für beide Tage, inkl. Material & Verpflegung), 25 € (für Mitglieder im Weltladen-Dachverband), nur Online-Seminar 18 €, 13 € (für Mitglieder des Weltladen-Dachverband)

Veranstalter:

Weltladen-Dachverband e.V.
www.weltladen.de/
Hamburg mal fair
www.hamburgmalfair.de/

Bild 1: Weltladen-Dachverband/G.Bayer

Süß, gesund, (un-)fair? Orangenanbau im Globalen Süden

Früher war es etwas ganz besonderes, zu Weihnachten Südfrüchte zu essen. Da gab es Mandarinen im Nikolausstiefel und Orangen unterm Weihnachtsbaum. Heute gibt es exotische Spezialitäten das gesamte Jahr über, in jedem Supermarkt. Erdbeeren oder Litschis im Dezember sind keine Seltenheit mehr. Die Früchte werden (das ganze Jahr über) eingeflogen oder per Schiff transportiert. Deutschland hat den höchsten Saftkonsum pro Kopf weltweit. Die Mehrheit der Früchte wird unreif geerntet und dann in Europa in Hallen zum Nachreifen gebracht. Das benötigt einen unfassbaren Energieaufwand. Die Orangen stammen meist von riesigen Monokulturen. In den Erzeugerländern sind die Arbeiter:innen Ausbeutung auf Plantagen ausgesetzt, vielfach werden die Pflanzen mit Insektiziden und Pestiziden behandelt, zum Schutz vor sogenannten Schädlingen.

Dass es aber auch anders geht, zeigt uns ONLINE am 16. Oktober um 18 Uhr Andréa Moraes Barros von der Christliche Initiative Romero (CIR), Projektkoordinatorin Multiakteurs-Partnerschaft Orangensaft, Brasilien und Mitgründerin der Partnerschaft für Nachhaltigen Orangensaft (PANAO).

Die Veranstaltung ist kostenlos. Wir freuen uns aber über eine Spende. Hier geht es zur Anmeldung: Tickets Unsere Fair-Antwortung