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Film & Diskussion: Decolonize Chokolate 2

Filmvorführung und Diskussion am 17. November von 19 bis 21 Uhr / Einlass: 18:30 Uhr

Wie revolutioniert man die Schokoladenproduktion? Das Unternehmen fairafric möchte Schokolade in einem der Ursprungsländer des Kakaos zu fairen Bedingungen produzieren: in Ghana. Nach wie vor ist das eine Seltenheit bei der Schokoladenherstellung. Der Film „Decolonize Chocolate 2“ berichtet vom Bau der ersten Bio-Schokoladenfabrik Westafrikas, den Hürden, die dieser mit sich brachte und den Erfolgen, die gefeiert wurden. In Interviews mit Farmer:innen und Mitarbeiter:innen gibt der Film Einblicke in die Schokoladenproduktion in Ghana aber auch in Themen wie Bioanbau, die Geschlechtergleichberechtigung und Kinderarbeit.

Im Anschluss an den Film kommen wir ins Gespräch mit Ann-Kathrin Berek, die seit 2019 Teil des Unternehmens fairafric ist. Gemeinsam sprechen wir darüber, welche Kolonialen Strukturen bis heute in der Schokoladenproduktion vorherrschen, welche Schwierigkeiten und Hürden es bei der Revolutionierung des Schokoladengeschäftes gibt und wie Arbeits- und Produktionsbedingungen beim Kakaoanbau verbessert werden könnten.

 

Globales Lernen und Fairer Handel – digitale und analoge Methoden für den Unterricht

Das Thema “Fairer Handel” bietet hervorragende Ansatzpunkte und Themen für einen handlungsorientierten Unterricht. Es regt an, anhand alltäglicher Produkte globale Zusammenhänge zu entdecken, über soziale Gerechtigkeit zu reflektieren und sich selber im Rahmen globaler Problemlagen zu verorten. In dieser Online-Fortbildung stellt hamburg mal fair Unterrichtskonzepte vor, um im Präsenzunterricht mit digitalen Hilfsmitteln Globales Lernen anzuwenden. Inhaltliche Fragen zum Fairen Handel werden geklärt, Methoden angespielt und Unterrichtsabläufe diskutiert.

Referentinnen: Larissa Gumgowski (Medienpädagogin, Heinrich-Böll Stiftung), Friederike Lang (hamburg mal fair)

Die Veranstaltung ist offen für Lehrkräfte aller Fachbereiche. Die vorgestellten Materialien und Tools eignen sich für Jugendliche ab etwa der 7. Klasse. Auch außerschulische Bildungsakteure sind herzlich willkommen.

Anmeldung bei Friederike Lang unter: info@hamburgmalfair.de
Anmeldung für Lehrer*innen über TIS: https://tis.li-hamburg.de

Süß, gesund, (un-)fair? Orangenanbau im Globalen Süden

Früher war es etwas ganz besonderes, zu Weihnachten Südfrüchte zu essen. Da gab es Mandarinen im Nikolausstiefel und Orangen unterm Weihnachtsbaum. Heute gibt es exotische Spezialitäten das gesamte Jahr über, in jedem Supermarkt. Erdbeeren oder Litschis im Dezember sind keine Seltenheit mehr. Die Früchte werden (das ganze Jahr über) eingeflogen oder per Schiff transportiert. Deutschland hat den höchsten Saftkonsum pro Kopf weltweit. Die Mehrheit der Früchte wird unreif geerntet und dann in Europa in Hallen zum Nachreifen gebracht. Das benötigt einen unfassbaren Energieaufwand. Die Orangen stammen meist von riesigen Monokulturen. In den Erzeugerländern sind die Arbeiter:innen Ausbeutung auf Plantagen ausgesetzt, vielfach werden die Pflanzen mit Insektiziden und Pestiziden behandelt, zum Schutz vor sogenannten Schädlingen.

Dass es aber auch anders geht, zeigt uns ONLINE am 16. Oktober um 18 Uhr Andréa Moraes Barros von der Christliche Initiative Romero (CIR), Projektkoordinatorin Multiakteurs-Partnerschaft Orangensaft, Brasilien und Mitgründerin der Partnerschaft für Nachhaltigen Orangensaft (PANAO).

Die Veranstaltung ist kostenlos. Wir freuen uns aber über eine Spende. Hier geht es zur Anmeldung: Tickets Unsere Fair-Antwortung