Angebotssuche

  • Jahrgang

  • Anbieter/innen

  • Angebotsart

  • Themen

NEU! MOVE-Online – Jetzt bist du dran! Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit

Was ist globale Gerechtigkeit? Für welche Themen wollt ihr euch engagieren? Was braucht ihr dazu?

Diese Fragen begleiten uns bei dem 1,5-stündigen Online-Seminar. Gemeinsam mit den Schüler*innen finden wir heraus, welche Themen sie beschäftigen, was sie als ungerecht empfinden und wie sie durch aktives Engagement auch zu Veränderung beitragen können, ganz nach dem Motto: „Es sind nur die Berge, die sich nicht bewegen!“ (Zitat aus den Asylmonologen der Bühne für Menschenrechte)

In dem Online-Seminar bauen wir auf den Beiträgen der MOVE-Toolbox für Engagement und den Rückmeldungen zu Engagement junger Menschen auf.

Lernziele:

– Aktionsformen und Handlungsspielräume der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme kennenlernen und ausloten
– Engagement für Veränderung anregen und bewerten
– Ideen für Veränderung im eigenen Kiez/Umgebung entwickeln

Ablauf:

– Einführung in die Toolbox für Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit
– Arbeit und Diskussion mit der Toolbox
– Eigene Ideen für Veränderung diskutieren

Anmerkung:
Die Teilnehmenden müssen Zugang zu einem internetfähigen Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon haben und Zugriff auf Zoom, BigBlueButton oder JitsiMeet (nach Absprache) haben.

NEU! „I Like To MOVE It“ – Projekttag zu Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit

Was ist Globale Gerechtigkeit? Welche Möglichkeiten haben junge Menschen sich für ihre Vorstellungen einer gerechten Welt einzusetzen?

Im Projekttag „I Like To MOVE It“ lassen wir uns von genau diesen Fragen leiten. Gemeinsam arbeiten wir heraus, welche Handlungsspielräume junge Menschen haben, auf gesellschaftliche Prozesse, politische Entscheidungen und Aktivitäten von Konzernen Einfluss zu nehmen. Spielerisch werden dazu verschiedene Personen (z.B. Rosa Parks, Malala Yousafzai) und Situationen (Abschaffung Apartheid, Kampf um Frauenwahlrecht, Recht auf gewaltfreie Kindheit) historischen und aktuellen Engagements eingeordnet.

Im Anschluss beschäftigen wir uns mit Beispielen des Engagements von Expert*innen und Aktivist*innen und diskutieren ihre Aktionsformen.

Praxisnah entwickeln die Schüler*innen danach in Gruppenarbeit eigene Wege sich aktiv für ein Thema zu engagieren und probieren diese aus. Die Ergebnisse werden der Gruppe vorgestellt und mit dieser diskutiert.

Es besteht die Möglichkeit zu einem vorher festgelegten Thema zu arbeiten oder im Verlauf des Projekttags ein Thema herauszuarbeiten. Im ersten Fall bleibt im Seminar mehr Zeit zum Ausprobieren von Aktionsformen.

NEU! „Mensch, Sei Mensch!“ – Menschenrechte im Stadtraum

Projekttage für alltagsbezogene Menschenrechtsbildung im Stadtraum

In öffentlichen und schulischen Diskursen stehen häufig die Implementierung von Menschenrechten und ihre Verletzungen außerhalb Europas im Fokus. Deutschland selbst wird oft nicht als relevanter Ort der Verteidigung oder Implementierung von Menschenrechten gesehen. Das führt dazu, dass besonders Schülerinnen und Schüler Menschenrechte nicht als wichtigen Teil ihrer einzufordernden Rechte verstehen, bzw. ihre eigenen Rechte als schon implementiert, garantiert und bewahrt wahrnehmen. Diese Wahrnehmung wirkt sich auch auf ihre Handlungsweisen aus: Ohne sich den eigenen Rechten bewusst zu sein, kann auch nicht für diese eingestanden werden.

Durch den Projekttag „Mensch, sei Mensch!“ soll dieses Narrativ aufgebrochen werden. Indem die praktische Bedeutung der Menschenrechte und speziell der Kinderrechte im Umfeld der Teilnehmenden in den Vordergrund gestellt werden, kann Inklusion im menschenrechtlichen Sinne thematisiert und bearbeitet werden. Mit den Teilnehmenden sollen nicht nur ihre Rechte und damit einhergehende Werte ausgearbeitet werden – diese sollen auch in ihrem Alltag und damit auch in ihrem Kiez, ihrer Umgebung, ihrem Umfeld wiedergefunden und sichtbar gemacht werden.

Auf welche Menschenrechte treffen wir unmittelbar in unserem Alltag und somit auch StadtRaum? Ob nun das Recht auf Sauberkeit, das Recht auf Wohnen, das Recht auf Wasser, das Recht auf Ernährung oder das Recht auf soziale Sicherheit – alle Rechte können sichtbar gemacht werden. Werden diese Rechte in Berlin wirklich umgesetzt?

Diesen Fragen gehen Teilnehmende auf die Spur. Die erkundeten und von den Teilnehmer*innen beschriebene Orte werden in dieser digitalen Verortungskarte festgehalten und so auch für andere Menschen sichtbar gemacht.

KinderKulturKarawane

Globales-Lernen-Hamburg_Kinderkulturkarawane

Die KinderKulturKarawane bietet der Jugend der Welt eine Bühne: Seit mehr als 20 Jahren kommen dafür Jugendkulturgruppen aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas mit ihren Produktionen aus Theater, Tanz, Musik und Zirkus nach Deutschland und Europa und führen Auftritte und Workshops durch.

Die Aufführungen der jungen Kulturgruppen finden zum Beispiel auf Festivals und Straßenfesten sowie in Bildungs- und Kultureinrichtungen statt. In den Workshops werden künstlerische Methoden von Jugendlichen für Jugendliche unterrichtet (Peer-to-Peer).  Außerdem werden durch die inhaltlichen Schwerpunkte der Gruppen globale Zusammenhänge verständlich und erlebbar gemacht.

Die Gruppen der KinderKulturKarawane können für Auftritte und Workshops gebucht werden:

  • Die Auftritte der Gruppen dauern etwa eine Stunde (1,5 Stunden inkl. Vor- und Nachbereitung). Vor den Auftritten wird die Arbeit der Projekte kurz vorgestellt. Nach den Auftritten findet in der Regel eine Diskussion mit dem Publikum statt, bei der Fragen zu den Stücken und den Projekten gestellt werden können. Auftritte können zum Beispiel auf Festivals, Straßenfesten oder in Kultureinrichtungen durchgeführt werden. Oft treten die Gruppen bei öffentlichen Veranstaltungen mit freiem Eintritt auf.
  • Die Workshops dauern bis zu drei Stunden und es können Gruppen mit bis zu 30 Jugendlichen teilnehmen. Es werden je nach Schwerpunkt der Gruppen künstlerische Methoden vermittelt: Tanz, Theater, Musik oder Akrobatik. Je nach den thematischen Schwerpunkten der internationalen Projekte können auch inhaltliche Workshops mit den Gruppen durchgeführt werden. Workshops können zum Beispiel in Schulen und Kultureinrichtungen durchgeführt werden.

Betreut werden die Gruppen von Erwachsenen des Projektes und Tourbegleiter*innen. Für die Unterbringung und Verpflegung (von bis zu 9 Personen) für mindestens zwei Nächte sorgen die Veranstalter – ob privat oder in einer Jugendherberge. Wenn Sie eine der Gruppen einladen, zahlen Sie einen Kostenbeitrag. Dieser beinhaltet alle Reisekosten, die Krankenversicherung, Taschengeld, alle Werbemittel (Plakate, Presseinfos, Fotos), unsere Tourbegleiter*innen sowie Projektmittel für die Arbeit der Gruppen in ihrer Heimat.

Alle Infos den aktuellen Gruppen und Tourpläne unter:
www.kinderkulturkarawane.de

Zero-Waste! Wie lässt es sich müllfrei leben?

»Von den jährlich 78 Millionen Tonnen der weltweit gebrauchten Plastikverpackungen gelangen 32% unkontrolliert in die Umwelt, wie zum Beispiel in die Meere. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik können 350 bis 400 Jahre vergehen. Bis dahin zerfällt es lediglich in immer kleinere Partikel. Diese kleinen, festen und wasserunlöslichen Plastikpartikel unter 5 mm Größe werden Mikroplastik genannt.« (WWF). In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist die Menge des Verpackungsmülls in Deutschland stetig angestiegen, jeder Deutsche verursacht im Durchschnitt 220 kg Verpackungsmüll im Jahr (Umweltbundestamt). Zero-Waste! Wie lässt es sich müllfrei leben? weiterlesen

Wo sind die Grenzen des Wachstums? Über Wohlstand, Ressourcenknappheit und Zukunftsfähigkeit

Enorme Müllberge, weggeworfene Lebensmittel, schwindende Diversität und soziale Ungerechtigkeiten: Viele Missstände auf der Welt sind auf exzessives Konsumverhalten zurückzuführen.

Massen an Waren werden nur kurz genutzt, sind mit Sollbruchstellen versehen und oft fehlt es an Recyclingmöglichkeiten. Dabei ist unendliches Wachstum auf einem begrenzten Planeten nicht möglich.

In diesem Projekttag erfahren die Schüler_innen Gründe und Folgen eines verschwenderischen Konsumverhaltens und werden dazu eingeladen, verschiedene Perspektiven auf ihre Welt einzunehmen. In einem Planspiel organisieren sie ihre ideale Gesellschaft rund um Ressourcenverteilung, Gerechtigkeit und Bedürfnisse. Zum Schluss wird die Brücke von der idealen zur realen Welt geschlagen und es werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

Anmeldung für dieses Angebot

Wegbeschreibung zur Open School (PDF)

Wie nachhaltig ist Hamburg? – Die Dimensionen von Nachhaltigkeit in der Stadt sichten

Welche Spuren hinterlassen Emissionen an Gebäuden? Wie riecht der Hafen? Wie sieht die Wasserqualität aus und wie schmeckt eigentlich Hamburger Honig? Mit allen Sinnen nähern wir uns dem Thema »Nachhaltige Stadt«

In diesem Stadtrundgang nehmen wir Hamburgs Zukunftsfähigkeit kritisch unter die Lupe: Die drei Dimensionen von Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – werden thematisiert und anhand exemplarischer Stationen lokalisiert. Wie wird mit Energie- und Rohstoffressourcen umgegangen? Welches Verkehrskonzept verfolgt die Hansestadt? Wie gerecht sind städtische Ressourcen verteilt, beispielsweise in Bezug auf den Zugang zu Gesundheit, humane Arbeitsplätze und Bildung? Wie nachhaltig sind große Wirtschaftszweige, wie die Tourismusbranche oder die Hafenwirtschaft? Wie nachhaltig ist Hamburg? – Die Dimensionen von Nachhaltigkeit in der Stadt sichten weiterlesen

REFUGEE STRUGGLES IN HAMBURG – Geflüchtete berichten von ihren Erfahrungen

Der Stadtrundgang zeigt Hamburg aus der Perspektive von Geflüchteten. Zwei Aktivisten aus verschiedenen Netzwerken (z. B. Lampedusa in Hamburg) berichten von ihren Erfahrungen mit politischer Organisierung, Unterstützungsstrukturen in der Stadt oder dem Hamburger Senat.

Dabei spielen die Regelungen des europäischen Dublin-Systems und ‚racial profiling‘ durch die Hamburger Polizei ebenso eine Rolle wie der Alltag in einer Unterkunft oder Probleme Wohnraum und Arbeit zu finden. REFUGEE STRUGGLES IN HAMBURG – Geflüchtete berichten von ihren Erfahrungen weiterlesen

Wir kämpfen für unsere Rechte! – Kinder organisieren sich

Dass Kinder arbeiten, gehört in vielen Ländern des Südens zum Alltag. Der 12-jährige Abel aus Nicaragua bestellt das Feld, Sarah aus Äthiopien verkauft Süßigkeiten, Jagdev aus Indien arbeitet in einer Seidenfabrik. Sie arbeiten, um ihren Familien zu helfen und um die Schule zu besuchen. Wir kämpfen für unsere Rechte! – Kinder organisieren sich weiterlesen

Mauern zwischen Arm und Reich – Von globalen Fluchtbewegungen und Abschottungspolitik

Im Herbst 2018 machten mehrere aus Zentralamerika stammende Karawanen Schlagzeile, die auf dem Weg in die USA waren. Kurz darauf stehen die Migrant_innen vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, die Grenze zu den USA zu überqueren. Im Süden Mexikos machen Bundes- und Migrationspolizei bereits regelrecht Jagd auf Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere.

Die Fluchtursachen sind komplex und vielfältig, insbesondere ökonomische Ungleichverteilung und anhaltende Gewalt vertreiben immer mehr Menschen. Auch Unterstützer_innen von Geflüchteten werden immer wieder bedroht und können oft nur unter dem Schutz der Kirche arbeiten.

Mauern zwischen Arm und Reich – Von globalen Fluchtbewegungen und Abschottungspolitik weiterlesen

Zwischen Grenzen und Menschlichkeit – Grenzregime, Asylrecht & die globalen Bewegungen der Migration

Wie kommt es, dass Menschen auf der Suche nach Schutz und Asyl ihr Leben riskieren müssen? Auf welches Recht können sich Geflüchtete berufen? Warum können manche Menschen ihr Land nicht verlassen, während andere überall Urlaub machen können? Der Projekttag bietet Zeit und Raum, einige grundsätzliche Fragen zum Thema Migration, Flucht und globale Menschenrechte zusammenzubringen. Wie läuft eine Flucht über das Mittelmeer ab? Was bedeutet das Recht auf Asyl? Wie unterscheidet sich der Status des Geflüchteten von dem eines Asylbewerbers oder einer Migrantin?

Innerhalb des Projekttags schauen wir uns Karten von Europa an, hören Interviews mit Geflüchteten, durchforsten Gesetzestexte und lernen die Arbeit von Initiativen kennen, die zum Teil direkt an den EU-Außengrenzen aktiv sind.

Anmeldung für dieses Angebot

WO SIND DIE GRENZEN DES WACHSTUMS? – ÜBER WOHLSTAND, RESSOURCENKNAPPHEIT & ZUKUNFTSFÄHIGKEIT

Enorme Müllberge, weggeworfene Lebensmittel, schwindende Diversität und soziale Ungerechtigkeiten: Viele Missstände auf der Welt sind auf exzessives Konsumverhalten zurückzuführen. Massen an Waren werden nur kurz genutzt, sind mit Sollbruchstellen versehen und oft fehlt es an Recyclingmöglichkeiten. Dabei ist unendliches Wachstum auf einem begrenzten Planeten nicht möglich.

In diesem Projekttag erfahren die Schüler_innen Gründe und Folgen eines verschwenderischen Konsumverhaltens und werden dazu eingeladen, verschiedene Perspektiven auf ihre Welt einzunehmen. In einem Planspiel organisieren sie ihre ideale Gesellschaft rund um Ressourcenverteilung, Gerechtigkeit und Bedürfnisse. Zum Schluss wird die Brücke von der idealen zur realen Welt geschlagen und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

Wegbeschreibung zur Open School (PDF)

Anmeldung für diese Veranstaltung (unten auf „Anfrage“ klicken)

VON SCHATZKISTEN UND PFEFFERSÄCKEN – RUNDFAHRT ZUM THEMA WELTHANDEL

Auf dieser Fahrt wird an verschiedenen Stationen deutlich, dass der Hamburger Hafen Teil der Infrastruktur des globalen Welthandels war und ist. Angefangen beim Warenverkehr der Kolonialzeit geht es ebenso um die Veränderungen im Hafen zu Zeiten der Globalisierung. Welche Auswirkungen auf Umwelt und Nahrungsmittelanbau haben zum Beispiel die Monokulturen riesiger Ölpalmenplantagen? Das hier gewonnene Rohöl wird importiert und in der Raffinerie im Hamburger Hafen weiterverarbeitet.

Die Fahrt veranschaulicht die Hintergründe des Welthandels mit Afrika, Asien und Lateinamerika. Sie erklärt, warum Kaffee und Kakao so billig geworden sind, warum Schrott ein Exportschlager ist und wer an dem extrem ungleichen Handel zwischen Nord und Süd verdient.

Diese Fahrt bezieht bewusst Position gegen Ungerechtigkeiten im Welthandel und ist daher nicht als Einstieg in das Thema »Hamburger Hafen« geeignet. Auf touristische Sehenswürdigkeiten wird kein Bezug genommen.

Wegbeschreibung Hafenrundfahrt (PDF)

Anmeldung für dieses Angebot

BANANEN UND SCHOKOLADE – WELTHANDEL VERSTEHEN

Bananen und Kakao stehen schon vom Kleinkindalter an auf unserem täglichen Speiseplan. Süßes und Bitteres ist mit diesen Früchten verbunden.

Auf dieser Hafenrundfahrt werden Herkunft und Handel anschaulich und spielerisch erklärt. Auch einige Sehenswürdigkeiten, die der Hafen zu bieten hat, kommen nicht zu kurz.

Diese Fahrt bezieht am Beispiel von Bananen und Kakao bewusst Position gegen Ungerechtigkeiten im Welthandel und ist daher nicht als Einstieg in das Thema »Hamburger Hafen« geeignet.

Wegbeschreibung Hafenrundfahrt (PDF)

Anmeldung für dieses Angebot

Mediathek der Infostelle Klimagerechtigkeit

In der Infostelle Klimagerechtigkeit engagieren wir uns seit Jahren in der Bildungsarbeit zum Thema Klimagerechtigkeit. Im Zuge unserer Arbeit wurde eine Online-Sammlung von Methoden, Arbeitsblättern und Unterrichtskonzepten ermöglicht. Die Materialien stammen von bundesweiten Anbieter*innen und zeigen damit das große Netz derer, die zu Aspekten von Klimagerechtigkeit arbeiten.

Auch Filme, Hörbücher, Experimente und Spiele für verschiedene Altersgruppen werden in der Klimamediathek vorgestellt und laden dazu ein, sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise anzunähern.

Schaut gerne unter: www.klimamedaithek.de vorbei!

2° Grad über normal – Klimagerechtigkeit lebendig vermittelt

In dem Workshop verdeutlichen wir die globalen Zusammenhänge von Klimawandel und Gerechtigkeit mit Hilfe von interaktiven und spielerischen Elementen und verknüpfen sie mit dem eigenen Lebensstil. Dabei kommen vielfältige Methoden zum Einsatz vom Weltverteilungsspiel über den Klima-Meinungsstrahl bis hin zur fiktiven Weltreise. Zur thematischen Vor- und Weiterarbeit bieten wir eigene Materialien der Infostelle Klimagerechtigkeit an, sowie eine Online-Mediathek mit geeignetem Bildungsmaterial zum Thema.

Treibhaus Hamburg – Ein Stadtrundgang auf den Spuren von Klima und Konsum

Bei einem Rundgang durch Hamburg Altona, entlang von Supermärkten und Druckereien, Kleidergeschäften und Elektromärkten, lernen die Teilnehmenden nicht nur den Stadtteil Altona besser kennen, sondern erhalten vor allem auch Klimainformationen zur Stadt Hamburg sowie zu den Auswirkungen des eigenen Konsum- und Lebensstils. Am Ende stehen Tipps für einen zukunftsverträglichen Alltag und Alternativen zum Umdenken. Der Rundgang enthält interaktive, spielerische Elemente zur Verdeutlichung globaler Dimensionen und ist ein Einstieg in die Gerechtigkeitsaspekte des Klimawandels zwischen Zahlen und Fakten und dem eigenen Handeln.

Hinweis: Bevorzugter Zeitraum: Mai-Septmeber
Wetterabhängig!

 

Fairer Handel in der Sek I und Sek II

hamburg mal fair bietet für Schulen und Jugendgruppen Bildungsangebote zu dem Themenspektrum Welthandel und Fairer Handel von 90 Minuten bis zu ganzen Tagen an. Die Workshop werden in der Regel von jungen Referent*innen durchgeführt, die von hamburg mal fair als Multiplikator*innen ausgebildet wurden.

In den Workshops kommen Methoden des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Einsatz. Mit viel Eigenanteil der Schülerinnen und Schülern, dem Erleben durch Anfassen, Diskutieren und nicht durch reine Faktenwiedergabe wird mit den Teilnehmenden ein vorher gewähltes Thema erarbeitet.

Inhaltlich kann es um die Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Kakao und Schokolade, Textilien und Fasern, Kaffee, Fußbällen, Handys oder Bananen gehen. Die Workshops finden im Seminarraum des Süd-Nord-Kontors statt, so dass hier auch ein Bezug zur Warenwelt im Fairen Handel gezogen werden kann. Wir kommen aber auch gerne an Ihre Schule.

Interaktive Märchenerzählungen

Anhand von Ostheimer Tierfiguren erzählt Elita Carstens (seit 2000 Märchenerzählerin) verschiedene Märchen. Die Hauptfiguren geraten in Konflikte, die geschlichtet beziehungsweise überwunden werden müssen. Die Märchen behandeln unter anderem Themen wie Frieden, Freundschaft, Solidarität, den Umgang mit Konflikten und Mut. Durch eine freie und interaktive Erzählweise werden die Kinder in die Geschichte eingebunden und können so mit(er)leben und mitgestalten. Kreative Elemente und Gespräche über den Inhalt des Märchens bieten den Kindern Raum für Reflexion.

Zur Auswahl stehen drei verschiedene Märchen:

1. Wie der Zaunkönig den Bären besiegte

Geeignet für Vorschulkinder und Erst- und Zweitklässler

Nach einer Kränkung des Bären droht ein großer Streit zwischen dem Zaunkönig und dem Bären auszubrechen, in den auch alle anderen Vierbeiner und Vögel des Waldes verwickelt werden. Doch der schlaue Plan des Zaunkönigs und die Hilfe der Insekten verhindern dies und bringen den Bären dazu, sich zu entschuldigen.

2. Der Löwe und der Hase

Geeignet für Kinder im Elementar- und Vorschulalter

Die Löwenmutter bringt ihrem Jungen ein Hasenkind. Statt es nach Löwenart aufzufressen, freut sich das Junge über den neuen Spielkameraden. Die Mutter droht ihm, aber das führt nur zur gemeinsamen Flucht der beiden Tierkinder. Jetzt sind sie ganz auf sich gestellt und müssen selber Futter besorgen. Vom Hasenfutter tut aber der Bauch des Löwen weh und in ihrer Ratlosigkeit beginnen die beiden Freunde zu weinen. Doch da kommt unerwartete Hilfe …

3. Perlen für die Hühner

Geeignet für Dritt- und Viertklässler

Die blauen Hühner und die Kuh mit ihren Kälbchen werden von einem Löwen bedroht. Die Hühner flattern ängstlich hin und her, aber die Kuh sieht dem Löwen ins Gesicht, so dass er nicht unverhofft angreifen kann. Das gibt den Hühnern Mut und sie beginnen sich auch zu wehren. Gemeinsam schlagen sie den Löwen in die Flucht.

Menschenrechte in Kolumbien

Wie leben Kinder in Kolumbien? Wie leben Kinder in einen Land, in dem Krieg herrscht?Wie ist es, in der Stadt zu wohnen und wie auf dem Land? Wie ist es, in einer indigenen Gemeinschaft zu leben? Diese Fragen versucht der Workshop zu beantworten und nutzt dafür kreative Mittel, wie kolumbianische Kinderspiele und Kurzgeschichten.

Kinder ab 6 Jahren

Puppentheater des Friedens „Rositas Puppenbühne“

Mit der Methode des Puppenspiels werden Konflikte auf spielerische Art dargestellt. Dabei wird das Puppentheater immer wieder durch die aktive Einbeziehung der Kinder ergänzt, die maßgeblich zur Gestaltung des Theaters beitragen. Die Kinder reflektieren innerhalb der interaktiven Aufführung ihr eigenes Konfliktverhalten, sie lernen auf spielerische Weise etwas über Menschen in anderen Lebenswelten, internationale Gerechtigkeit und den friedlichen Umgang miteinander. Themen wie Streit und Ausgrenzung, Versöhnung und Freundschaft werden aufgegriffen, um die Empathie, Solidarität und Toleranz der Kinder zu fördern.

Ursprünglich wurde das Puppentheater von der Menschenrechtspreisträgerin und Friedensaktivistin Heike Kammer in Chiapas, Südmexiko, entwickelt – als Methode, um Erwachsene aus verfeindeten Dörfern zur Reflexion über ihren Konflikt zu bewegen.
Heute bereist Heike Kammer mit „Rositas Puppenbühne“ ganzjährig die Bundesrepublik und tritt in Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und auf Festen auf.

Zur Auswahl stehen vier verschiedene Theaterstücke:

1. Die Karotte der Freundschaft

Kinder von 3-6 Jahren

Der Hase Rodolfo kommt aus Mexiko und ist neu im Tiergarten. Wegen seines Aussehens wird er von den anderen Tieren diskriminiert und ausgeschlossen. Mit Hilfe der Kinder findet er in der Fremde doch neue Freunde.

2. Der Hase im Mond – Das Karottenfest

Kinder von 5-10 Jahren und älter

Die Freundschaft der beiden Hasen Rodolfo und Mateo zerbricht an einem Streit über eine Karotte, die sie gemeinsam gepflanzt haben und die nun verschwunden ist. Was sie nicht bemerkt haben ist, dass es eine Maus war, die nachts ihre Karotte gefressen hat. Nun sind die Kinder an der Reihe: Sie sollen helfen, den Streit zu schlichten. Wie werden sie über das Schicksal der Maus entscheiden? Wird auch sie Freunde finden?

3. Der Traum der Lupita

Kinder von 6-10 Jahren

Lupita ist ein Mädchen aus Chiapas in Mexiko. Das Stück erzählt ihre Geschichte: Wieso muss das Mädchen arbeiten und darf nicht in die Schule gehen? Welchen Lohn bekommt sie für ihre Arbeit auf dem Acker? Und was geschieht mit dem Kaffee, den sie pflückt? Gibt es Alternativen für sie?

4. Der Wolf auf den Sommerball

Kinder von 6-10 Jahren

Die Tiere feiern einen Sommerball. Allerdings laden sie den Wolf nicht ein, da sie Angst vor ihm haben. Das macht den Wolf wütend und er zerstört das Fest. Einzelne Tiere versuchen, ihn zu besiegen, schaffen es aber nicht, denn der Wolf ist stärker. Eigentlich ist er nur einsam und traurig, weil ihn niemand mag. Die Tiere versuchen, gemeinsam mit Hilfe der Kinder diesen Teufelskreis von Ablehnung und Gewalt zu durchbrechen.

5. Eine Ostseefahrt ist lustig

Kinder von 6-10 Jahren

Bei einer Schiffsfahrt treffen die Ostseekinder Bim und Bam die eingebildete Prinzessin Naschi, die allein auf ihrer Insel lebt. Ihr Lieblingsessen sind Süßigkeiten, die sie aus Verpackungen isst. Den glitzernde Müll wirft sie ins Meer. Auf einer weiteren Insel treffen Bim und Bam Paul, einen Fischerjungen, der keine Fische mehr fängt, da das Meer verschmutzt ist. Bim und Bam entdecken den Zusammenhang zwischen Pauls Problem und Naschas Verhalten und versuchen gemeinsam mit den beiden eine Lösung zu finden.

Hinweis: Die Stücke bieten sich auch im Rahmen eines Projekttages an. Die Kinder basteln aus Socken eigene Figuren, die helfen, den Konflikt zu lösen.

Basisdemokratisch entscheiden.

Lasst uns abstimmen – das ist doch demokratisch!“ – viele Menschen setzen Demokratie verkürzt mit Wahlen und Mehrheitsentscheid gleich. Die repräsentative Demokratie mit gewählten Volksvertreter_innen im Parlament ist jedoch nur eine indirekte Form der Herrschaftsausübung durch das Volk. Eine weitere Form sind basisdemokratische Verfahren der Entscheidungsfindung, beruhend auf dem Konsensprinzip. Damit sollen gleichermaßen alle Beteiligten in den Entscheidungsfindungsprozess mit einbezogen werden. Wie jedoch funktionieren solche Konsensverfahren und auf welchen Prinzipien beruhen sie? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode und wo kann sie sinnvoll eingesetzt werden? Im Workshop lässt sich je nach Fokus und Altersstufe mit verschiedenen Übungen oder Rollenspielen arbeiten. Besonders geeignet ist das Angebot für die Fächer Religion, Ethik und Politik.

Meine Rechte – Kinderrechte

Nicht nur Kinder, sondern auch angehende Erzieher_innen oder Pädagog_innen sollten die Kinderrechte, einen wichtigen Bestandteil des internationalen Menschenrechtsschutzes, kennen. Kinder brauchen besonderen Schutz und gezielte Förderung. Außerdem haben sie besondere Bedürfnisse. Um dem Rechnung zu tragen und Kinder als eigenständige Rechtssubjekte anzuerkennen, haben die Vereinten Nationen 1989 die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Im Workshop setzen sich die Kinder spielerisch damit auseinander, was sie für ihr gesundes Aufwachsen und ihre Entwicklung brauchen und lernen, welche Rechte sie haben und wie sie diese einfordern können. Erzieher_innen und Pädagog_innen fungieren als Multiplikator_innen und können innerhalb eines Fortbildungsworkshops lernen und erarbeiten, wie sie Kinderrechte altersgerecht vermitteln können.

Kinder ab 8 Jahre + Multiplikator_innen

Friedens- und Menschenrechtsarbeit in Konfliktgebieten

Ehemalige pbi-Friedensfachkräfte berichten über ihre Erfahrungen in der internationalen Menschenrechtsarbeit. Anhand einer Gruppenarbeit setzen sich die Jugendlichen exemplarisch mit der Situation eines gefährdeten Menschenrechtsverteidigers (MRV) auseinander. Es werden Menschenrechtsverletzungen reflektiert und gemeinsam mögliche Ansätze, bedrohte MRV_innen zu schützen, diskutiert. Im Anschluss lernen die Jugendlichen die internationale Schutzbegleitung als Instrument der zivilen Konfliktbearbeitung kennen und erhalten wesentliche Impulse für zivilgesellschaftliches Engagement in ihrem lokalen Umfeld.

Möglichkeit des Workshops in spanischer oder englischer Sprache,   bitte nachfragen.

Wirtschaftsinteressen und Menschenrechte

Ob illegale Waffenlieferungen durch deutsche Unternehmen in Konfliktgebiete, Großbrände in Textilfabriken in Bangladesch oder der Mord eines kolumbianischen Gewerkschafters eines Schweizer Nestlé-Tochterunternehmens – die Fälle deutscher und europäischer Unternehmen, welche maßgeblich an Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt sind, werden verstärkt in der Öffentlichkeit wahrgenommen und der Ruf nach rechtsverbindlichen Instrumenten, um Unternehmen bei grenzüberschreitenden Aktionen für Verletzungen der Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechte zu sanktionieren, immer stärker.
Auch in den Ländern, in denen pbi Projekte unterhält, wird die Einhaltung der Menschenrechte durch wirtschaftliche Großprojekte bedroht, sei es durch Staudammprojekte, Minenerschließungen oder Windparkanlagen. Die Landbevölkerung zählt neben der Umwelt zu den großen Verlierern dieser Entwicklung – sie ist von Enteignung und Vertreibung bedroht. Oftmals ignorieren die lokalen Regierungen die Rechte der Bevölkerung, sind an der Umsetzung der Großprojekte beteiligt oder treiben diese im Zweifel auch mit Waffengewalt voran. Am konkreten Fallbeispiel werden die Ursachen der Menschenrechtsverletzungen beleuchtet und Möglichkeiten, die Interessen der Betroffenen einzubeziehen und zu schützen, diskutiert.

14 bis 18 Jahre

Das Unsichtbare Theater

Im Methodenworkshop zum „Unsichtbaren Theater“ wird die Selbstwahrnehmung der Teilnehmenden geschärft, so dass zunächst persönliche Aspekte der Unterdrückung aufgegriffen werden. Die Teilnehmer_innen lernen spielerisch und anhand von theaterpädagogischen Grundtechniken neue Methoden kennen, diese auszudrücken. Sie gehen neue Wege, um gesellschaftliche Probleme öffentlich anzusprechen und zu thematisieren.
Der Regisseur und Politiker Augusto Boal entwickelte das Unsichtbare Theater, um Betroffenen Instrumente an die Hand zu geben, gesellschaftliche Unterdrückung zu thematisieren und Ansätze zu entwickeln, diese zu überwinden. Mithilfe des Theaters sollen Themen zur Sprache gebracht werden und eine öffentliche Diskussion angeregt werden. Die Schauspieler agieren dabei im öffentlichen Raum, Orte des alltäglichen Lebens werden zur „Bühne“ und das Publikum ist ohne es zu wissen nicht nur Zuschauer, sondern Teil des Geschehens.
Der Workshop kann sich darauf konzentrieren, theaterpädagogische Grundtechniken des Unsichtbaren zu erlernen oder in einem weiteren Schritt darauf abzielen, in einem kollektiven Schaffensprozess eine Aktion im öffentlichen Raum zu entwerfen.

ab 15 Jahre

Möglichkeit des Workshops in spanischer Sprache, bitte nachfragen.

Civil Powker (Planspiel)

Bei diesem Planspiel schlüpfen die Teilnehmer_innen in individuelle Rollen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und setzen sich mit einem internationalen Konflikt auseinander. Welche Möglichkeiten hat jede Gruppe, um auf den Konflikt zu reagieren? Welche Formen gibt es gerade auch für die Zivilgesellschaft, sich einzusetzen? Was würde zu einer Verschärfung, was zu einer Deeskalation des Konfliktes beitragen? In zwei verschiedenen Phasen beschäftigen sich die Spieler mit ihren Rollen, und deren Werten und Interessen. Außerdem müssen sie innerhalb ihrer eigenen Gruppe und mit den anderen Akteursgruppen verhandeln und sich darauf einigen, wie sie auf den Konflikt reagieren werden.
Das Spiel vermittelt ein Basiswissen über die existierenden Möglichkeiten, die politische, wirtschaftliche und besonders zivilgesellschaftliche Akteure in Deutschland haben, um Einfluss auf einen internationalen Konflikt zu nehmen und macht diese erfahrbar. Außerdem konfrontiert es die Teilnehmer_innen mit verschiedenen Hürden, der Notwendigkeit von Verhandlungen, aber auch der Gefahr des reinen „Pokerns“ um Macht und Einfluss. Der Verlauf des Spiels und die vorgegebenen Handlungsoptionen werden in der Gruppe reflektiert.

Ab 15 Jahre

Frieden braucht Gerechtigkeit (Rollenspiel)

Im Rollenspiel schlüpfen die Schüler_innen in die Rolle eines zu Unrecht des Mordes angeklagten mexikanischen Bauern, eines korrupten Richters, eines gekauften Zeugen und eines internationalen Prozessbeobachters. Das Rollenspiel orientiert sich dabei an dem realen Fall von Raúl Hernández, Mitglied einer indigenen Bauernorganisation in Südmexiko, welcher ein emblematisches Beispiel für die Kriminalisierung der sozialen Proteste darstellt. Gemeinsam mit vier weiteren Angeklagten saß Raúl Hernández mehr als zwei Jahre unschuldig im Gefängnis, bevor die großen nationalen und internationalen Proteste maßgeblich zu seiner Freilassung beitrugen. Im Rahmen des Workshops lernen die Jugendlichen auf spielerische Art und Weise, inwiefern die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien eine Grundvoraussetzung für Frieden und Gerechtigkeit darstellt.

Ab 15 Jahre

„Jugendliche zwischen Krieg und Frieden in Kolumbien“/ „Jovenes entre la paz y la guerra en Colombia“

Kolumbien wird bereits seit vielen Jahrzehnten von einem bewaffneten Konflikt zerrüttet. Rund ein Viertel der kolumbianischen Bevölkerung sind Jugendliche (insg. 11 Mio. Einwohner). Den Jugendlichen bleibt oftmals keine andere Wahl, als sich auf legaler oder illegaler Weise dem bewaffneten Kampf anzuschließen. Viele der Jugendlichen werden zwangsrekrutiert. Seit mehreren Jahren versuchen Menschenrechtsorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen, den Jugendlichen über Informations- und Bildungsarbeit alternative Möglichkeiten und Wege aus der Gewalt zu eröffnen. Im Workshop lernen die Schüler_innen die Lebenswelt der kolumbianischen Jugendlichen zwischen Krieg und Frieden kennen. Sie erhalten einen Einblick in die Ansätze und Erfahrungen der Jugendgruppen im Umgang mit und zur Überwindung von Gewalt. Sie erleben, wie die kolumbianischen Jugendlichen gerade über künstlerisch-kreative Ansätze (Street Art, Musik, Theater) versuchen, den Gewalterfahrungen etwas entgegenzusetzen und sich für Friedensprozesse einzusetzen. Im Workshop haben die Teilnehmenden Gelegenheit sich solidarisch mit den kolumbianischen Jugendgruppen zu zeigen und damit eigene Gestaltungskompetenzen zu erfahren.

ab 14 Jahre

auch auf Spanisch möglich

Ölpalmenanbau und Menschenrechte

Palmöl steckt in vielen unserer alltäglichen Produkte, sei es im Waschmittel auf pflanzlicher Basis, im Brotaufstrich, im Biodiesel oder in Kosmetikprodukten. Den Jugendlichen wird am Beispiel der Ölpalme aufgezeigt, inwiefern der Konsum der westlichen Länder die Menschenrechtssituation in anderen Ländern beeinflusst. Denn der Profit des globalen Palmölhandels erreicht nur wenige, den Schaden des Palmöl-Booms tragen jedoch viele. Die Landbevölkerung sieht sich mit massiven ökologischen, ökonomischen und sozialen Konsequenzen eines staatlich geförderten Ölpalmenanbaus konfrontiert. Die Schüler diskutieren den Konflikt rund um die Ölpalme in Form von Rollenspielen und Gruppenarbeiten. Sie erfahren dabei, Konflikte differenzierter wahrzunehmen und Verantwortung für ihr eigenes Konsumverhalten zu übernehmen.

14 bis 18 Jahre

Ein Menschenrecht auf Asyl – Flucht nach Europa

Immer mehr Menschen sind weltweit auf der Flucht und bitten in anderen Ländern um Schutz. Die Gründe sind vielfältig, doch die Möglichkeiten der einzelnen Menschen unterscheiden sich stark voneinander. Wohin gehen Flüchtlinge und wie ergeht es ihnen auf dem Weg? Und was passiert, wenn sie angekommen sind? Haben sie ihr Ziel erreicht? Die Teilnehmer_innen gehen im Rahmen des Projekttages die Wege einer Flucht und erleben, wie es Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa ergeht. Das Menschenrecht Asyl zu beantragen hat jeder, aber wie sieht die Realität der gelebten Menschenrechte aus?

Ab 12 Jahren

Menschenrechte spielerisch entdecken: Aufbau einer neuen Welt

In kleinen Gruppen geht es für die Teilnehmer_innen auf hohe See. Angesichts großer Stürme, Piratenangriffe und anderer Hindernisse verliert die Crew Teile ihrer Ladung: Waren und Bedürfnisse. Daraufhin soll im Konsens entschieden werden, auf welche Ressourcen und Werte am ehesten verzichtet werden kann. Gemeinsam werden die Folgen der eigenen Entscheidungen beleuchtet, um den Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnissen herauszuarbeiten und die Verbindung, dass Menschenrechte auf Bedürfnissen beruhen, herzustellen. Schließlich, auf einer einsamen Insel gestrandet, geht es daran, das gemeinsame Zusammenleben zu organisieren. Die Teilnehmer_innen sollen durch das eigene kreative Gestalten verstehen, welche Regeln notwendig sind, damit das gesellschaftliche Zusammenleben funktioniert. Ziel ist es, ein Grundverständnis für die Menschenrechte zu vermitteln.