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Bildungsprogramm der 13. Hamburger Klimawoche im September – Jetzt buchen!

Viele treue und neue Akteure aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft bringen Spannung und Vielseitigkeit in das diesjährige Bildungsprogramm der Hamburger Klimawoche. Vom 20.09. bis zum 24.09.2021 können Hamburgs Kita-Kinder sowie Schüler*innen aller Klassenstufen kostenlos an Workshops und Exkursionen rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN teilnehmen. Lehrer*innen und Erzieher*innen können sich mit ihren Gruppen ganz einfach online, über die Website der Hamburger Klimawoche, für die Angebote anmelden.

Anmeldung und weitere Infos hier>>

Das gesamte Programm der Klimawoche hier>>

NEU! MOVE-Online – Jetzt bist du dran! Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit

Was ist globale Gerechtigkeit? Für welche Themen wollt ihr euch engagieren? Was braucht ihr dazu?

Diese Fragen begleiten uns bei dem 1,5-stündigen Online-Seminar. Gemeinsam mit den Schüler*innen finden wir heraus, welche Themen sie beschäftigen, was sie als ungerecht empfinden und wie sie durch aktives Engagement auch zu Veränderung beitragen können, ganz nach dem Motto: „Es sind nur die Berge, die sich nicht bewegen!“ (Zitat aus den Asylmonologen der Bühne für Menschenrechte)

In dem Online-Seminar bauen wir auf den Beiträgen der MOVE-Toolbox für Engagement und den Rückmeldungen zu Engagement junger Menschen auf.

Lernziele:

– Aktionsformen und Handlungsspielräume der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme kennenlernen und ausloten
– Engagement für Veränderung anregen und bewerten
– Ideen für Veränderung im eigenen Kiez/Umgebung entwickeln

Ablauf:

– Einführung in die Toolbox für Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit
– Arbeit und Diskussion mit der Toolbox
– Eigene Ideen für Veränderung diskutieren

Anmerkung:
Die Teilnehmenden müssen Zugang zu einem internetfähigen Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon haben und Zugriff auf Zoom, BigBlueButton oder JitsiMeet (nach Absprache) haben.

NEU! „I Like To MOVE It“ – Projekttag zu Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit

Was ist Globale Gerechtigkeit? Welche Möglichkeiten haben junge Menschen sich für ihre Vorstellungen einer gerechten Welt einzusetzen?

Im Projekttag „I Like To MOVE It“ lassen wir uns von genau diesen Fragen leiten. Gemeinsam arbeiten wir heraus, welche Handlungsspielräume junge Menschen haben, auf gesellschaftliche Prozesse, politische Entscheidungen und Aktivitäten von Konzernen Einfluss zu nehmen. Spielerisch werden dazu verschiedene Personen (z.B. Rosa Parks, Malala Yousafzai) und Situationen (Abschaffung Apartheid, Kampf um Frauenwahlrecht, Recht auf gewaltfreie Kindheit) historischen und aktuellen Engagements eingeordnet.

Im Anschluss beschäftigen wir uns mit Beispielen des Engagements von Expert*innen und Aktivist*innen und diskutieren ihre Aktionsformen.

Praxisnah entwickeln die Schüler*innen danach in Gruppenarbeit eigene Wege sich aktiv für ein Thema zu engagieren und probieren diese aus. Die Ergebnisse werden der Gruppe vorgestellt und mit dieser diskutiert.

Es besteht die Möglichkeit zu einem vorher festgelegten Thema zu arbeiten oder im Verlauf des Projekttags ein Thema herauszuarbeiten. Im ersten Fall bleibt im Seminar mehr Zeit zum Ausprobieren von Aktionsformen.

NEU! „Mensch, Sei Mensch!“ – Menschenrechte im Stadtraum

Projekttage für alltagsbezogene Menschenrechtsbildung im Stadtraum

In öffentlichen und schulischen Diskursen stehen häufig die Implementierung von Menschenrechten und ihre Verletzungen außerhalb Europas im Fokus. Deutschland selbst wird oft nicht als relevanter Ort der Verteidigung oder Implementierung von Menschenrechten gesehen. Das führt dazu, dass besonders Schülerinnen und Schüler Menschenrechte nicht als wichtigen Teil ihrer einzufordernden Rechte verstehen, bzw. ihre eigenen Rechte als schon implementiert, garantiert und bewahrt wahrnehmen. Diese Wahrnehmung wirkt sich auch auf ihre Handlungsweisen aus: Ohne sich den eigenen Rechten bewusst zu sein, kann auch nicht für diese eingestanden werden.

Durch den Projekttag „Mensch, sei Mensch!“ soll dieses Narrativ aufgebrochen werden. Indem die praktische Bedeutung der Menschenrechte und speziell der Kinderrechte im Umfeld der Teilnehmenden in den Vordergrund gestellt werden, kann Inklusion im menschenrechtlichen Sinne thematisiert und bearbeitet werden. Mit den Teilnehmenden sollen nicht nur ihre Rechte und damit einhergehende Werte ausgearbeitet werden – diese sollen auch in ihrem Alltag und damit auch in ihrem Kiez, ihrer Umgebung, ihrem Umfeld wiedergefunden und sichtbar gemacht werden.

Auf welche Menschenrechte treffen wir unmittelbar in unserem Alltag und somit auch StadtRaum? Ob nun das Recht auf Sauberkeit, das Recht auf Wohnen, das Recht auf Wasser, das Recht auf Ernährung oder das Recht auf soziale Sicherheit – alle Rechte können sichtbar gemacht werden. Werden diese Rechte in Berlin wirklich umgesetzt?

Diesen Fragen gehen Teilnehmende auf die Spur. Die erkundeten und von den Teilnehmer*innen beschriebene Orte werden in dieser digitalen Verortungskarte festgehalten und so auch für andere Menschen sichtbar gemacht.

Von Klimarettern und Klimakillern. Ein Rundgang zum Klimawandel

Das Klima der Erde ist aus dem Gleichgewicht geraten. Und diese Klimaerwärmung ist menschengemacht. Durch unseren massiven Ausstoß von Treibhausgasen — u.a. bei Energieerzeugung, Mobilität und Lebensmittelproduktion — treiben wir die Erderwärmung kontinuierlich an. Welche Auswirkungen werden steigende Temperaturen in unterschiedlichen Regionen weltweit und auf unser Leben haben? Was bedeutet Climate Justice? Von Klimarettern und Klimakillern. Ein Rundgang zum Klimawandel weiterlesen

Altona – eine internationale Co-Produktion – Ein Stadtteil und seine kulturelle Vielfalt

Altona lebte schon immer von seinen internationalen Einflüssen und der Migration. Vom Rückzugsort für humanistische Denker während der Zeit der Aufklärung, bis hin zum Zuzug von südeuropäischen Gastarbeitern während der Zeit des Wirtschaftswunders – Altona war in seiner über 350 jährigen Geschichte immer ein Ort, an dem Menschen ankamen und blieben.

Einst zur Stadt geworden unter dem Danebrog, zerstört von schwedischen Truppen im dreißigjährigen Krieg, später eine deutsche Boomtown während der Industrialisierung, zerbombt von Briten und Amerikanern. Wiederbelebt durch viele kleine Läden, die von Migrant_innen betrieben wurden, und seit kurzem geprägt durch ein großes, schwedisches Möbelhaus bietet Altona heute ein sehr vielfältiges Stadtbild.

Die Tour kann erweitert werden auf 3 Stunden, durch eine Nachbereitung und Diskussion der Tourinhalte. Hierfür steht ein Raum auf St. Pauli zur Verfügung, der nur wenige Minuten Fußweg vom Ende der Tour entfernt liegt.

Anmeldung für dieses Angebot

REFUGEE STRUGGLES IN HAMBURG – Geflüchtete berichten von ihren Erfahrungen

Der Stadtrundgang zeigt Hamburg aus der Perspektive von Geflüchteten. Zwei Aktivisten aus verschiedenen Netzwerken (z. B. Lampedusa in Hamburg) berichten von ihren Erfahrungen mit politischer Organisierung, Unterstützungsstrukturen in der Stadt oder dem Hamburger Senat.

Dabei spielen die Regelungen des europäischen Dublin-Systems und ‚racial profiling‘ durch die Hamburger Polizei ebenso eine Rolle wie der Alltag in einer Unterkunft oder Probleme Wohnraum und Arbeit zu finden. REFUGEE STRUGGLES IN HAMBURG – Geflüchtete berichten von ihren Erfahrungen weiterlesen

Wir kämpfen für unsere Rechte! – Kinder organisieren sich

Dass Kinder arbeiten, gehört in vielen Ländern des Südens zum Alltag. Der 12-jährige Abel aus Nicaragua bestellt das Feld, Sarah aus Äthiopien verkauft Süßigkeiten, Jagdev aus Indien arbeitet in einer Seidenfabrik. Sie arbeiten, um ihren Familien zu helfen und um die Schule zu besuchen. Wir kämpfen für unsere Rechte! – Kinder organisieren sich weiterlesen

GESICHTER DER GROßSTADT – Eine Tour durch das facettenreiche Hamburg

Gemeinsam nehmen wir Hamburg unter die Lupe, durchkreuzen die Stadt, sammeln Eindrücke, hören, was Bewohner_innen über ihren Stadtteil denken und suchen Antworten auf stadtpolitische Fragen. Die Tour beginnt in der HafenCity. Hier ist ein Stadtteil entstanden, der die Hamburger Innenstadt um über 30 % erweitert.

Nächste Station ist das Gängeviertel, das symbolisch für das alte und das neue Hamburg steht. Weiter geht’s ins Karolinenviertel, ein Stadtteil, der stark von Gentrifizierung betroffen ist und in dem sich viele Anwohnende gegen steigende Mieten wehren.

GESICHTER DER GROßSTADT – Eine Tour durch das facettenreiche Hamburg weiterlesen

STADT IM FLUSS – Stadtentwicklung am Beispiel des Hamburger Hafens

Mit der HafenCity entsteht ein neuer Stadtteil, der mit der Elbphilharmonie ein teures Wahrzeichen bekommen hat.

Vom Industriegebiet am Hafen zum gehobenen Stadtteil der Extraklasse? Das Leben in der Hamburger Innenstadt ist damit nicht dem ersten Wandel unterzogen. Die Neustadt und St. Pauli waren lange Zeit Wohnorte, die durch industrielle Arbeit (z. B. in den Werften oder der St. Pauli Brauerei) geprägt waren. In Zeiten der Globalisierung hat sich die Arbeitswelt auf St. Pauli verändert. Die Spuren der Gentrifizierung sind auch hier deutlich zu spüren. Gleichzeitig ist in St. Pauli der Zusammenhalt gegen die Verdrängung einkommensschwacher Bewohner_ innen besonders ausgeprägt. Die Frage nach dem Recht auf Stadt — d. h. wer entscheidet, wie in der Stadt gelebt wird? — wird von vielen Initiativen laut gestellt. STADT IM FLUSS – Stadtentwicklung am Beispiel des Hamburger Hafens weiterlesen

GEGEN DEN STROM – GLOBALE UNGLEICHHEIT AM BEISPIEL ENERGIE

Seit Jahren wächst der weltweite Energieverbrauch kontinuierlich an. Doch weil etwa 20% der Menschen in den Industrieländern 80% der weltweit genutzten Energie verbrauchen, gibt es hier ein enormes Ungleichgewicht.

Der Hamburger Hafen besitzt eine national und international bedeutende energiepolitische Infrastruktur. Seien es Urantransporte, Teile der strategischen Ölreserven, Deutschlands größte Raffinerie für Agrosprit, Deutschlands größter Kohlehafen oder auch das Kohlekraftwerk Moorburg – es gibt viel zu entdecken.

Diese Hafenrundfahrt legt den Fokus auf energiepolitische Fragen und ist nicht als Einstieg in das Thema »Hamburger Hafen« geeignet.

Wegbeschreibung Hafenrundfahrt (PDF)

Anmeldung für dieses Angebot

Interaktive Märchenerzählungen

Anhand von Ostheimer Tierfiguren erzählt Elita Carstens (seit 2000 Märchenerzählerin) verschiedene Märchen. Die Hauptfiguren geraten in Konflikte, die geschlichtet beziehungsweise überwunden werden müssen. Die Märchen behandeln unter anderem Themen wie Frieden, Freundschaft, Solidarität, den Umgang mit Konflikten und Mut. Durch eine freie und interaktive Erzählweise werden die Kinder in die Geschichte eingebunden und können so mit(er)leben und mitgestalten. Kreative Elemente und Gespräche über den Inhalt des Märchens bieten den Kindern Raum für Reflexion.

Zur Auswahl stehen drei verschiedene Märchen:

1. Wie der Zaunkönig den Bären besiegte

Geeignet für Vorschulkinder und Erst- und Zweitklässler

Nach einer Kränkung des Bären droht ein großer Streit zwischen dem Zaunkönig und dem Bären auszubrechen, in den auch alle anderen Vierbeiner und Vögel des Waldes verwickelt werden. Doch der schlaue Plan des Zaunkönigs und die Hilfe der Insekten verhindern dies und bringen den Bären dazu, sich zu entschuldigen.

2. Der Löwe und der Hase

Geeignet für Kinder im Elementar- und Vorschulalter

Die Löwenmutter bringt ihrem Jungen ein Hasenkind. Statt es nach Löwenart aufzufressen, freut sich das Junge über den neuen Spielkameraden. Die Mutter droht ihm, aber das führt nur zur gemeinsamen Flucht der beiden Tierkinder. Jetzt sind sie ganz auf sich gestellt und müssen selber Futter besorgen. Vom Hasenfutter tut aber der Bauch des Löwen weh und in ihrer Ratlosigkeit beginnen die beiden Freunde zu weinen. Doch da kommt unerwartete Hilfe …

3. Perlen für die Hühner

Geeignet für Dritt- und Viertklässler

Die blauen Hühner und die Kuh mit ihren Kälbchen werden von einem Löwen bedroht. Die Hühner flattern ängstlich hin und her, aber die Kuh sieht dem Löwen ins Gesicht, so dass er nicht unverhofft angreifen kann. Das gibt den Hühnern Mut und sie beginnen sich auch zu wehren. Gemeinsam schlagen sie den Löwen in die Flucht.

Puppentheater des Friedens „Rositas Puppenbühne“

Mit der Methode des Puppenspiels werden Konflikte auf spielerische Art dargestellt. Dabei wird das Puppentheater immer wieder durch die aktive Einbeziehung der Kinder ergänzt, die maßgeblich zur Gestaltung des Theaters beitragen. Die Kinder reflektieren innerhalb der interaktiven Aufführung ihr eigenes Konfliktverhalten, sie lernen auf spielerische Weise etwas über Menschen in anderen Lebenswelten, internationale Gerechtigkeit und den friedlichen Umgang miteinander. Themen wie Streit und Ausgrenzung, Versöhnung und Freundschaft werden aufgegriffen, um die Empathie, Solidarität und Toleranz der Kinder zu fördern.

Ursprünglich wurde das Puppentheater von der Menschenrechtspreisträgerin und Friedensaktivistin Heike Kammer in Chiapas, Südmexiko, entwickelt – als Methode, um Erwachsene aus verfeindeten Dörfern zur Reflexion über ihren Konflikt zu bewegen.
Heute bereist Heike Kammer mit „Rositas Puppenbühne“ ganzjährig die Bundesrepublik und tritt in Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und auf Festen auf.

Zur Auswahl stehen vier verschiedene Theaterstücke:

1. Die Karotte der Freundschaft

Kinder von 3-6 Jahren

Der Hase Rodolfo kommt aus Mexiko und ist neu im Tiergarten. Wegen seines Aussehens wird er von den anderen Tieren diskriminiert und ausgeschlossen. Mit Hilfe der Kinder findet er in der Fremde doch neue Freunde.

2. Der Hase im Mond – Das Karottenfest

Kinder von 5-10 Jahren und älter

Die Freundschaft der beiden Hasen Rodolfo und Mateo zerbricht an einem Streit über eine Karotte, die sie gemeinsam gepflanzt haben und die nun verschwunden ist. Was sie nicht bemerkt haben ist, dass es eine Maus war, die nachts ihre Karotte gefressen hat. Nun sind die Kinder an der Reihe: Sie sollen helfen, den Streit zu schlichten. Wie werden sie über das Schicksal der Maus entscheiden? Wird auch sie Freunde finden?

3. Der Traum der Lupita

Kinder von 6-10 Jahren

Lupita ist ein Mädchen aus Chiapas in Mexiko. Das Stück erzählt ihre Geschichte: Wieso muss das Mädchen arbeiten und darf nicht in die Schule gehen? Welchen Lohn bekommt sie für ihre Arbeit auf dem Acker? Und was geschieht mit dem Kaffee, den sie pflückt? Gibt es Alternativen für sie?

4. Der Wolf auf den Sommerball

Kinder von 6-10 Jahren

Die Tiere feiern einen Sommerball. Allerdings laden sie den Wolf nicht ein, da sie Angst vor ihm haben. Das macht den Wolf wütend und er zerstört das Fest. Einzelne Tiere versuchen, ihn zu besiegen, schaffen es aber nicht, denn der Wolf ist stärker. Eigentlich ist er nur einsam und traurig, weil ihn niemand mag. Die Tiere versuchen, gemeinsam mit Hilfe der Kinder diesen Teufelskreis von Ablehnung und Gewalt zu durchbrechen.

5. Eine Ostseefahrt ist lustig

Kinder von 6-10 Jahren

Bei einer Schiffsfahrt treffen die Ostseekinder Bim und Bam die eingebildete Prinzessin Naschi, die allein auf ihrer Insel lebt. Ihr Lieblingsessen sind Süßigkeiten, die sie aus Verpackungen isst. Den glitzernde Müll wirft sie ins Meer. Auf einer weiteren Insel treffen Bim und Bam Paul, einen Fischerjungen, der keine Fische mehr fängt, da das Meer verschmutzt ist. Bim und Bam entdecken den Zusammenhang zwischen Pauls Problem und Naschas Verhalten und versuchen gemeinsam mit den beiden eine Lösung zu finden.

Hinweis: Die Stücke bieten sich auch im Rahmen eines Projekttages an. Die Kinder basteln aus Socken eigene Figuren, die helfen, den Konflikt zu lösen.

Basisdemokratisch entscheiden.

Lasst uns abstimmen – das ist doch demokratisch!“ – viele Menschen setzen Demokratie verkürzt mit Wahlen und Mehrheitsentscheid gleich. Die repräsentative Demokratie mit gewählten Volksvertreter_innen im Parlament ist jedoch nur eine indirekte Form der Herrschaftsausübung durch das Volk. Eine weitere Form sind basisdemokratische Verfahren der Entscheidungsfindung, beruhend auf dem Konsensprinzip. Damit sollen gleichermaßen alle Beteiligten in den Entscheidungsfindungsprozess mit einbezogen werden. Wie jedoch funktionieren solche Konsensverfahren und auf welchen Prinzipien beruhen sie? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode und wo kann sie sinnvoll eingesetzt werden? Im Workshop lässt sich je nach Fokus und Altersstufe mit verschiedenen Übungen oder Rollenspielen arbeiten. Besonders geeignet ist das Angebot für die Fächer Religion, Ethik und Politik.

Meine Rechte – Kinderrechte

Nicht nur Kinder, sondern auch angehende Erzieher_innen oder Pädagog_innen sollten die Kinderrechte, einen wichtigen Bestandteil des internationalen Menschenrechtsschutzes, kennen. Kinder brauchen besonderen Schutz und gezielte Förderung. Außerdem haben sie besondere Bedürfnisse. Um dem Rechnung zu tragen und Kinder als eigenständige Rechtssubjekte anzuerkennen, haben die Vereinten Nationen 1989 die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Im Workshop setzen sich die Kinder spielerisch damit auseinander, was sie für ihr gesundes Aufwachsen und ihre Entwicklung brauchen und lernen, welche Rechte sie haben und wie sie diese einfordern können. Erzieher_innen und Pädagog_innen fungieren als Multiplikator_innen und können innerhalb eines Fortbildungsworkshops lernen und erarbeiten, wie sie Kinderrechte altersgerecht vermitteln können.

Kinder ab 8 Jahre + Multiplikator_innen

Das Unsichtbare Theater

Im Methodenworkshop zum „Unsichtbaren Theater“ wird die Selbstwahrnehmung der Teilnehmenden geschärft, so dass zunächst persönliche Aspekte der Unterdrückung aufgegriffen werden. Die Teilnehmer_innen lernen spielerisch und anhand von theaterpädagogischen Grundtechniken neue Methoden kennen, diese auszudrücken. Sie gehen neue Wege, um gesellschaftliche Probleme öffentlich anzusprechen und zu thematisieren.
Der Regisseur und Politiker Augusto Boal entwickelte das Unsichtbare Theater, um Betroffenen Instrumente an die Hand zu geben, gesellschaftliche Unterdrückung zu thematisieren und Ansätze zu entwickeln, diese zu überwinden. Mithilfe des Theaters sollen Themen zur Sprache gebracht werden und eine öffentliche Diskussion angeregt werden. Die Schauspieler agieren dabei im öffentlichen Raum, Orte des alltäglichen Lebens werden zur „Bühne“ und das Publikum ist ohne es zu wissen nicht nur Zuschauer, sondern Teil des Geschehens.
Der Workshop kann sich darauf konzentrieren, theaterpädagogische Grundtechniken des Unsichtbaren zu erlernen oder in einem weiteren Schritt darauf abzielen, in einem kollektiven Schaffensprozess eine Aktion im öffentlichen Raum zu entwerfen.

ab 15 Jahre

Möglichkeit des Workshops in spanischer Sprache, bitte nachfragen.

Civil Powker (Planspiel)

Bei diesem Planspiel schlüpfen die Teilnehmer_innen in individuelle Rollen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und setzen sich mit einem internationalen Konflikt auseinander. Welche Möglichkeiten hat jede Gruppe, um auf den Konflikt zu reagieren? Welche Formen gibt es gerade auch für die Zivilgesellschaft, sich einzusetzen? Was würde zu einer Verschärfung, was zu einer Deeskalation des Konfliktes beitragen? In zwei verschiedenen Phasen beschäftigen sich die Spieler mit ihren Rollen, und deren Werten und Interessen. Außerdem müssen sie innerhalb ihrer eigenen Gruppe und mit den anderen Akteursgruppen verhandeln und sich darauf einigen, wie sie auf den Konflikt reagieren werden.
Das Spiel vermittelt ein Basiswissen über die existierenden Möglichkeiten, die politische, wirtschaftliche und besonders zivilgesellschaftliche Akteure in Deutschland haben, um Einfluss auf einen internationalen Konflikt zu nehmen und macht diese erfahrbar. Außerdem konfrontiert es die Teilnehmer_innen mit verschiedenen Hürden, der Notwendigkeit von Verhandlungen, aber auch der Gefahr des reinen „Pokerns“ um Macht und Einfluss. Der Verlauf des Spiels und die vorgegebenen Handlungsoptionen werden in der Gruppe reflektiert.

Ab 15 Jahre

Frieden braucht Gerechtigkeit (Rollenspiel)

Im Rollenspiel schlüpfen die Schüler_innen in die Rolle eines zu Unrecht des Mordes angeklagten mexikanischen Bauern, eines korrupten Richters, eines gekauften Zeugen und eines internationalen Prozessbeobachters. Das Rollenspiel orientiert sich dabei an dem realen Fall von Raúl Hernández, Mitglied einer indigenen Bauernorganisation in Südmexiko, welcher ein emblematisches Beispiel für die Kriminalisierung der sozialen Proteste darstellt. Gemeinsam mit vier weiteren Angeklagten saß Raúl Hernández mehr als zwei Jahre unschuldig im Gefängnis, bevor die großen nationalen und internationalen Proteste maßgeblich zu seiner Freilassung beitrugen. Im Rahmen des Workshops lernen die Jugendlichen auf spielerische Art und Weise, inwiefern die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien eine Grundvoraussetzung für Frieden und Gerechtigkeit darstellt.

Ab 15 Jahre

„Jugendliche zwischen Krieg und Frieden in Kolumbien“/ „Jovenes entre la paz y la guerra en Colombia“

Kolumbien wird bereits seit vielen Jahrzehnten von einem bewaffneten Konflikt zerrüttet. Rund ein Viertel der kolumbianischen Bevölkerung sind Jugendliche (insg. 11 Mio. Einwohner). Den Jugendlichen bleibt oftmals keine andere Wahl, als sich auf legaler oder illegaler Weise dem bewaffneten Kampf anzuschließen. Viele der Jugendlichen werden zwangsrekrutiert. Seit mehreren Jahren versuchen Menschenrechtsorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen, den Jugendlichen über Informations- und Bildungsarbeit alternative Möglichkeiten und Wege aus der Gewalt zu eröffnen. Im Workshop lernen die Schüler_innen die Lebenswelt der kolumbianischen Jugendlichen zwischen Krieg und Frieden kennen. Sie erhalten einen Einblick in die Ansätze und Erfahrungen der Jugendgruppen im Umgang mit und zur Überwindung von Gewalt. Sie erleben, wie die kolumbianischen Jugendlichen gerade über künstlerisch-kreative Ansätze (Street Art, Musik, Theater) versuchen, den Gewalterfahrungen etwas entgegenzusetzen und sich für Friedensprozesse einzusetzen. Im Workshop haben die Teilnehmenden Gelegenheit sich solidarisch mit den kolumbianischen Jugendgruppen zu zeigen und damit eigene Gestaltungskompetenzen zu erfahren.

ab 14 Jahre

auch auf Spanisch möglich

Menschenrechte spielerisch entdecken: Aufbau einer neuen Welt

In kleinen Gruppen geht es für die Teilnehmer_innen auf hohe See. Angesichts großer Stürme, Piratenangriffe und anderer Hindernisse verliert die Crew Teile ihrer Ladung: Waren und Bedürfnisse. Daraufhin soll im Konsens entschieden werden, auf welche Ressourcen und Werte am ehesten verzichtet werden kann. Gemeinsam werden die Folgen der eigenen Entscheidungen beleuchtet, um den Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnissen herauszuarbeiten und die Verbindung, dass Menschenrechte auf Bedürfnissen beruhen, herzustellen. Schließlich, auf einer einsamen Insel gestrandet, geht es daran, das gemeinsame Zusammenleben zu organisieren. Die Teilnehmer_innen sollen durch das eigene kreative Gestalten verstehen, welche Regeln notwendig sind, damit das gesellschaftliche Zusammenleben funktioniert. Ziel ist es, ein Grundverständnis für die Menschenrechte zu vermitteln.