Angebotssuche

  • Jahrgang

  • Anbieter/innen

  • Angebotsart

  • Themen

Bildungsprogramm der 13. Hamburger Klimawoche im September – Jetzt buchen!

Viele treue und neue Akteure aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft bringen Spannung und Vielseitigkeit in das diesjährige Bildungsprogramm der Hamburger Klimawoche. Vom 20.09. bis zum 24.09.2021 können Hamburgs Kita-Kinder sowie Schüler*innen aller Klassenstufen kostenlos an Workshops und Exkursionen rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN teilnehmen. Lehrer*innen und Erzieher*innen können sich mit ihren Gruppen ganz einfach online, über die Website der Hamburger Klimawoche, für die Angebote anmelden.

Anmeldung und weitere Infos hier>>

Das gesamte Programm der Klimawoche hier>>

NEU! MOVE-Online – Jetzt bist du dran! Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit

Was ist globale Gerechtigkeit? Für welche Themen wollt ihr euch engagieren? Was braucht ihr dazu?

Diese Fragen begleiten uns bei dem 1,5-stündigen Online-Seminar. Gemeinsam mit den Schüler*innen finden wir heraus, welche Themen sie beschäftigen, was sie als ungerecht empfinden und wie sie durch aktives Engagement auch zu Veränderung beitragen können, ganz nach dem Motto: „Es sind nur die Berge, die sich nicht bewegen!“ (Zitat aus den Asylmonologen der Bühne für Menschenrechte)

In dem Online-Seminar bauen wir auf den Beiträgen der MOVE-Toolbox für Engagement und den Rückmeldungen zu Engagement junger Menschen auf.

Lernziele:

– Aktionsformen und Handlungsspielräume der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme kennenlernen und ausloten
– Engagement für Veränderung anregen und bewerten
– Ideen für Veränderung im eigenen Kiez/Umgebung entwickeln

Ablauf:

– Einführung in die Toolbox für Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit
– Arbeit und Diskussion mit der Toolbox
– Eigene Ideen für Veränderung diskutieren

Anmerkung:
Die Teilnehmenden müssen Zugang zu einem internetfähigen Endgerät (Smartphone/Laptop/PC/Tablet) mit Kamera und Mikrofon haben und Zugriff auf Zoom, BigBlueButton oder JitsiMeet (nach Absprache) haben.

NEU! „I Like To MOVE It“ – Projekttag zu Handlungsoptionen für Globale Gerechtigkeit

Was ist Globale Gerechtigkeit? Welche Möglichkeiten haben junge Menschen sich für ihre Vorstellungen einer gerechten Welt einzusetzen?

Im Projekttag „I Like To MOVE It“ lassen wir uns von genau diesen Fragen leiten. Gemeinsam arbeiten wir heraus, welche Handlungsspielräume junge Menschen haben, auf gesellschaftliche Prozesse, politische Entscheidungen und Aktivitäten von Konzernen Einfluss zu nehmen. Spielerisch werden dazu verschiedene Personen (z.B. Rosa Parks, Malala Yousafzai) und Situationen (Abschaffung Apartheid, Kampf um Frauenwahlrecht, Recht auf gewaltfreie Kindheit) historischen und aktuellen Engagements eingeordnet.

Im Anschluss beschäftigen wir uns mit Beispielen des Engagements von Expert*innen und Aktivist*innen und diskutieren ihre Aktionsformen.

Praxisnah entwickeln die Schüler*innen danach in Gruppenarbeit eigene Wege sich aktiv für ein Thema zu engagieren und probieren diese aus. Die Ergebnisse werden der Gruppe vorgestellt und mit dieser diskutiert.

Es besteht die Möglichkeit zu einem vorher festgelegten Thema zu arbeiten oder im Verlauf des Projekttags ein Thema herauszuarbeiten. Im ersten Fall bleibt im Seminar mehr Zeit zum Ausprobieren von Aktionsformen.

NEU! „Mensch, Sei Mensch!“ – Menschenrechte im Stadtraum

Projekttage für alltagsbezogene Menschenrechtsbildung im Stadtraum

In öffentlichen und schulischen Diskursen stehen häufig die Implementierung von Menschenrechten und ihre Verletzungen außerhalb Europas im Fokus. Deutschland selbst wird oft nicht als relevanter Ort der Verteidigung oder Implementierung von Menschenrechten gesehen. Das führt dazu, dass besonders Schülerinnen und Schüler Menschenrechte nicht als wichtigen Teil ihrer einzufordernden Rechte verstehen, bzw. ihre eigenen Rechte als schon implementiert, garantiert und bewahrt wahrnehmen. Diese Wahrnehmung wirkt sich auch auf ihre Handlungsweisen aus: Ohne sich den eigenen Rechten bewusst zu sein, kann auch nicht für diese eingestanden werden.

Durch den Projekttag „Mensch, sei Mensch!“ soll dieses Narrativ aufgebrochen werden. Indem die praktische Bedeutung der Menschenrechte und speziell der Kinderrechte im Umfeld der Teilnehmenden in den Vordergrund gestellt werden, kann Inklusion im menschenrechtlichen Sinne thematisiert und bearbeitet werden. Mit den Teilnehmenden sollen nicht nur ihre Rechte und damit einhergehende Werte ausgearbeitet werden – diese sollen auch in ihrem Alltag und damit auch in ihrem Kiez, ihrer Umgebung, ihrem Umfeld wiedergefunden und sichtbar gemacht werden.

Auf welche Menschenrechte treffen wir unmittelbar in unserem Alltag und somit auch StadtRaum? Ob nun das Recht auf Sauberkeit, das Recht auf Wohnen, das Recht auf Wasser, das Recht auf Ernährung oder das Recht auf soziale Sicherheit – alle Rechte können sichtbar gemacht werden. Werden diese Rechte in Berlin wirklich umgesetzt?

Diesen Fragen gehen Teilnehmende auf die Spur. Die erkundeten und von den Teilnehmer*innen beschriebene Orte werden in dieser digitalen Verortungskarte festgehalten und so auch für andere Menschen sichtbar gemacht.

KinderKulturKarawane

Globales-Lernen-Hamburg_Kinderkulturkarawane

Die KinderKulturKarawane bietet der Jugend der Welt eine Bühne: Seit mehr als 20 Jahren kommen dafür Jugendkulturgruppen aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas mit ihren Produktionen aus Theater, Tanz, Musik und Zirkus nach Deutschland und Europa und führen Auftritte und Workshops durch.

Die Aufführungen der jungen Kulturgruppen finden zum Beispiel auf Festivals und Straßenfesten sowie in Bildungs- und Kultureinrichtungen statt. In den Workshops werden künstlerische Methoden von Jugendlichen für Jugendliche unterrichtet (Peer-to-Peer).  Außerdem werden durch die inhaltlichen Schwerpunkte der Gruppen globale Zusammenhänge verständlich und erlebbar gemacht.

Die Gruppen der KinderKulturKarawane können für Auftritte und Workshops gebucht werden:

  • Die Auftritte der Gruppen dauern etwa eine Stunde (1,5 Stunden inkl. Vor- und Nachbereitung). Vor den Auftritten wird die Arbeit der Projekte kurz vorgestellt. Nach den Auftritten findet in der Regel eine Diskussion mit dem Publikum statt, bei der Fragen zu den Stücken und den Projekten gestellt werden können. Auftritte können zum Beispiel auf Festivals, Straßenfesten oder in Kultureinrichtungen durchgeführt werden. Oft treten die Gruppen bei öffentlichen Veranstaltungen mit freiem Eintritt auf.
  • Die Workshops dauern bis zu drei Stunden und es können Gruppen mit bis zu 30 Jugendlichen teilnehmen. Es werden je nach Schwerpunkt der Gruppen künstlerische Methoden vermittelt: Tanz, Theater, Musik oder Akrobatik. Je nach den thematischen Schwerpunkten der internationalen Projekte können auch inhaltliche Workshops mit den Gruppen durchgeführt werden. Workshops können zum Beispiel in Schulen und Kultureinrichtungen durchgeführt werden.

Betreut werden die Gruppen von Erwachsenen des Projektes und Tourbegleiter*innen. Für die Unterbringung und Verpflegung (von bis zu 9 Personen) für mindestens zwei Nächte sorgen die Veranstalter – ob privat oder in einer Jugendherberge. Wenn Sie eine der Gruppen einladen, zahlen Sie einen Kostenbeitrag. Dieser beinhaltet alle Reisekosten, die Krankenversicherung, Taschengeld, alle Werbemittel (Plakate, Presseinfos, Fotos), unsere Tourbegleiter*innen sowie Projektmittel für die Arbeit der Gruppen in ihrer Heimat.

Alle Infos den aktuellen Gruppen und Tourpläne unter:
www.kinderkulturkarawane.de

Zero-Waste! Wie lässt es sich müllfrei leben?

»Von den jährlich 78 Millionen Tonnen der weltweit gebrauchten Plastikverpackungen gelangen 32% unkontrolliert in die Umwelt, wie zum Beispiel in die Meere. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik können 350 bis 400 Jahre vergehen. Bis dahin zerfällt es lediglich in immer kleinere Partikel. Diese kleinen, festen und wasserunlöslichen Plastikpartikel unter 5 mm Größe werden Mikroplastik genannt.« (WWF). In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist die Menge des Verpackungsmülls in Deutschland stetig angestiegen, jeder Deutsche verursacht im Durchschnitt 220 kg Verpackungsmüll im Jahr (Umweltbundestamt). Zero-Waste! Wie lässt es sich müllfrei leben? weiterlesen

Von Klimarettern und Klimakillern. Ein Rundgang zum Klimawandel

Das Klima der Erde ist aus dem Gleichgewicht geraten. Und diese Klimaerwärmung ist menschengemacht. Durch unseren massiven Ausstoß von Treibhausgasen — u.a. bei Energieerzeugung, Mobilität und Lebensmittelproduktion — treiben wir die Erderwärmung kontinuierlich an. Welche Auswirkungen werden steigende Temperaturen in unterschiedlichen Regionen weltweit und auf unser Leben haben? Was bedeutet Climate Justice? Von Klimarettern und Klimakillern. Ein Rundgang zum Klimawandel weiterlesen

Wo sind die Grenzen des Wachstums? Über Wohlstand, Ressourcenknappheit und Zukunftsfähigkeit

Enorme Müllberge, weggeworfene Lebensmittel, schwindende Diversität und soziale Ungerechtigkeiten: Viele Missstände auf der Welt sind auf exzessives Konsumverhalten zurückzuführen.

Massen an Waren werden nur kurz genutzt, sind mit Sollbruchstellen versehen und oft fehlt es an Recyclingmöglichkeiten. Dabei ist unendliches Wachstum auf einem begrenzten Planeten nicht möglich.

In diesem Projekttag erfahren die Schüler_innen Gründe und Folgen eines verschwenderischen Konsumverhaltens und werden dazu eingeladen, verschiedene Perspektiven auf ihre Welt einzunehmen. In einem Planspiel organisieren sie ihre ideale Gesellschaft rund um Ressourcenverteilung, Gerechtigkeit und Bedürfnisse. Zum Schluss wird die Brücke von der idealen zur realen Welt geschlagen und es werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

Anmeldung für dieses Angebot

Wegbeschreibung zur Open School (PDF)

Interessiert mich nicht die Bohne? – Besuch einer Kaffeestube

Hamburg ist der zweitgrößte Umschlagplatz für die Lagerung und Weiterverbreitung von Rohkaffee. Welchen Weg hat das Konsum- und Kulturgetränk Kaffee von der Plantage bis in die Tasse genommen?

Kaffeetrinken ist trendy. Eine Vielzahl von Röstereien und Gastronomiebetrieben bieten Kaffeespezialitäten an. Gründe genug, sich mit der Kaffeebohne und ihrer Geschichte genauer zu beschäftigen.

Kaffeebohnen sind nach Erdöl die wichtigste Handelsware der Welt. Ein paar Zahlen zeigen dies eindrücklich: in ca. 80 Ländern wird auf über 10 Millionen Hektar Land Kaffee angebaut. 2017 wurden über 152 Millionen Säcke Kaffee im Wert von über 20 Milliarden US-Dollar verbraucht. Weltweit sind ca. fünf Millionen Menschen in der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Kaffee beschäftigt – wobei nur wenige gut davon leben können.

Die Referentin Annette Simbolon hat in einer Hamburger Kaffeerösterei eine Ausbildung gemacht. Ihr Anliegen ist es, anhand des Kaffeekreislaufs komplexe globale Zusammenhänge und Disparitäten darzustellen. Gestartet wird in ihrer Kaffeestube mit Blick auf den Hafen. Hier lernen die Schüler_innen unterschiedliche Kaffeesorten und Röstverfahren kennen. Im Anschluss geht es Richtung Hafen an verschiedene Orte, an denen die lokale Verflechtung Hamburgs mit dem Weltmarkt sichtbar wird. Von der kolonialen Geschichte des Kaffees, über Anbau, Ernte, Aufbereitung und Handel, bis hin zu Röstung und Zubereitung – gemeinsam taucht die Gruppe in die Welt des Kaffees ein und lernt Alternativen, wie Fair-Trade und Kaffeekooperativen, kennen.

Auf Wunsch auch mit einer Kaffeeverkostung von 3 Sorten buchbar.

Anmeldung für dieses Angebot

Wie nachhaltig ist Hamburg? – Die Dimensionen von Nachhaltigkeit in der Stadt sichten

Welche Spuren hinterlassen Emissionen an Gebäuden? Wie riecht der Hafen? Wie sieht die Wasserqualität aus und wie schmeckt eigentlich Hamburger Honig? Mit allen Sinnen nähern wir uns dem Thema »Nachhaltige Stadt«

In diesem Stadtrundgang nehmen wir Hamburgs Zukunftsfähigkeit kritisch unter die Lupe: Die drei Dimensionen von Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – werden thematisiert und anhand exemplarischer Stationen lokalisiert. Wie wird mit Energie- und Rohstoffressourcen umgegangen? Welches Verkehrskonzept verfolgt die Hansestadt? Wie gerecht sind städtische Ressourcen verteilt, beispielsweise in Bezug auf den Zugang zu Gesundheit, humane Arbeitsplätze und Bildung? Wie nachhaltig sind große Wirtschaftszweige, wie die Tourismusbranche oder die Hafenwirtschaft? Wie nachhaltig ist Hamburg? – Die Dimensionen von Nachhaltigkeit in der Stadt sichten weiterlesen

Altona – eine internationale Co-Produktion – Ein Stadtteil und seine kulturelle Vielfalt

Altona lebte schon immer von seinen internationalen Einflüssen und der Migration. Vom Rückzugsort für humanistische Denker während der Zeit der Aufklärung, bis hin zum Zuzug von südeuropäischen Gastarbeitern während der Zeit des Wirtschaftswunders – Altona war in seiner über 350 jährigen Geschichte immer ein Ort, an dem Menschen ankamen und blieben.

Einst zur Stadt geworden unter dem Danebrog, zerstört von schwedischen Truppen im dreißigjährigen Krieg, später eine deutsche Boomtown während der Industrialisierung, zerbombt von Briten und Amerikanern. Wiederbelebt durch viele kleine Läden, die von Migrant_innen betrieben wurden, und seit kurzem geprägt durch ein großes, schwedisches Möbelhaus bietet Altona heute ein sehr vielfältiges Stadtbild.

Die Tour kann erweitert werden auf 3 Stunden, durch eine Nachbereitung und Diskussion der Tourinhalte. Hierfür steht ein Raum auf St. Pauli zur Verfügung, der nur wenige Minuten Fußweg vom Ende der Tour entfernt liegt.

Anmeldung für dieses Angebot

Aufstieg, Ausbeutung und Aufstände – Spuren des Kolonialismus in Hamburg

Hamburg und seine Kaufleute haben zweifellos vom Kolonialismus profitiert. Seit dem 17. Jahrhundert verdient Hamburg an Europas kolonialer Expansion und während des Kaiserreichs wird die Stadt Deutschlands »Tor zur kolonialen Welt«. Davon lassen sich auch heute noch zahlreiche Spuren im Stadtbild finden. Einige dieser Spuren werden bei der Tour zum Anlass genommen, um darzustellen, wo der unermessliche Reichtum der einflussreichen Kaufleute herkam. Dafür geht es vom Rathaus zur Speicherstadt, von wo aus die Kolonialwaren Verbreitung in die Haushalte des Landes fanden. Bis heute sind diese Produkte aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Aufstieg, Ausbeutung und Aufstände – Spuren des Kolonialismus in Hamburg weiterlesen

Das System Hafen – Transport und Klimaschutz – passt das zusammen?

Der Hamburger Hafen ist eine logistische Schnittstelle für globale Güterströme und damit zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit den Klimazielen.

Die meisten Häfen sind Verkehrsknotenpunkte zwischen dem (Hafenhinter-)Land und dem Seeverkehr. Wie könnte ein Green Port, also ein ökologisch nachhaltiger Hafenbetrieb, aussehen, der eine deutliche Reduzierung der klimaschädigenden C02-Emissionen zum Ziel hat? Das System Hafen – Transport und Klimaschutz – passt das zusammen? weiterlesen

Keep it fresh! – Bienenwachstücher selber machen

Der große Vorteil von Plastik ist seine Haltbarkeit. Der große Nachteil auch, denn Plastik baut sich nicht ab. Doch es gibt Alternativen, die schon unsere Großeltern und Urgroßeltern kannten.

Gemeinsam werden wir in dem Workshop Bienenwachstücher herstellen, ob bunt, bemalt oder schlicht. Damit kann man Brote und andere Lebensmittel einpacken, Schüsseln abdecken oder Getränke gegen Wespen schützen. Plastik-Frischhaltefolie war gestern — mit Bienenwachstüchern lernen die Schüler_innen, wie sie selbst mit einfachen Mitteln Plastikmüll vermeiden können. Keep it fresh! – Bienenwachstücher selber machen weiterlesen

Globale Disparitäten – Hamburgs Rolle im ungleichen Handel der Weltwirtschaft

Hamburg ist heute ein bedeutender Knoten der globalisierten Weltwirtschaft und wichtiger Standort verschiedener multinationaler Konzerne.

Der ökonomische Erfolg der Hansestadt fußt seit Jahrhunderten auf der Bedeutung des Hafens als internationale Handelsdrehscheibe. Täglich werden über die modernen Containerterminals etwa 380.000 Tonnen Ware aus aller Welt umgeschlagen. Bei genauerem Blick in die Container fällt jedoch ein deutliches Ungleichgewicht hinsichtlich der gehandelten Produkte auf: Während über den Hamburger Hafen vor allem unverarbeitete Rohstoffe kostengünstig aus Ländern des globalen Südens in die EU eingeführt werden und erst hier durch die verarbeitende Industrie um ein Vielfaches an Wert gewinnen, werden in die Länder des globalen Südens vornehmlich hochwertige Maschinen und Industrieprodukte ausgeführt. Deren Kauf wird häufig durch Kredite aus dem globalen Norden finanziert, wodurch die ohnehin schon hochverschuldeten Empfängerländer in Abhängigkeiten getrieben werden.

Globale Disparitäten – Hamburgs Rolle im ungleichen Handel der Weltwirtschaft weiterlesen

REFUGEE STRUGGLES IN HAMBURG – Geflüchtete berichten von ihren Erfahrungen

Der Stadtrundgang zeigt Hamburg aus der Perspektive von Geflüchteten. Zwei Aktivisten aus verschiedenen Netzwerken (z. B. Lampedusa in Hamburg) berichten von ihren Erfahrungen mit politischer Organisierung, Unterstützungsstrukturen in der Stadt oder dem Hamburger Senat.

Dabei spielen die Regelungen des europäischen Dublin-Systems und ‚racial profiling‘ durch die Hamburger Polizei ebenso eine Rolle wie der Alltag in einer Unterkunft oder Probleme Wohnraum und Arbeit zu finden. REFUGEE STRUGGLES IN HAMBURG – Geflüchtete berichten von ihren Erfahrungen weiterlesen

FAIR HANDELN – Ein Besuch im SüdNord Kontor

Das Süd-Nord Kontor ist das Zentrum des Fairen Handels in Hamburg. In den Lagerräumen liegen Lebensmittel, Textilien und Handwerk aus der ganzen Welt.

Schüler_innen der Klassen 5 bis 9 werden am Beispiel einzelner Waren und ihrer Produktionsbedingungen in die Prinzipien des Fairen Handels eingeführt. Sie erfahren, wie den Produzent_innen ermöglicht wird, durch gerechtere Preise und direkte, langfristige Handelsbeziehungen ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Ab Klasse 10 sind außerdem Struktur, Effizienz und aktuelle Entwicklungen im Fairen Handel ein Thema. FAIR HANDELN – Ein Besuch im SüdNord Kontor weiterlesen

Mauern zwischen Arm und Reich – Von globalen Fluchtbewegungen und Abschottungspolitik

Im Herbst 2018 machten mehrere aus Zentralamerika stammende Karawanen Schlagzeile, die auf dem Weg in die USA waren. Kurz darauf stehen die Migrant_innen vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, die Grenze zu den USA zu überqueren. Im Süden Mexikos machen Bundes- und Migrationspolizei bereits regelrecht Jagd auf Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere.

Die Fluchtursachen sind komplex und vielfältig, insbesondere ökonomische Ungleichverteilung und anhaltende Gewalt vertreiben immer mehr Menschen. Auch Unterstützer_innen von Geflüchteten werden immer wieder bedroht und können oft nur unter dem Schutz der Kirche arbeiten.

Mauern zwischen Arm und Reich – Von globalen Fluchtbewegungen und Abschottungspolitik weiterlesen

BODEN, KLIMA UND GESELLSCHAFT – Eine Foto-Exkursion zu Peak Soil

Boden ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Natur, Nährboden für Nahrungsmittel, CO2-Speicher, Klimaregler und unsere zentrale Lebensgrundlage. Die Übernutzung des Bodens hat schon heute schwerwiegende Folgen für die Ernährungssicherheit, das Klima und die Artenvielfalt. Peak Soil betrifft uns alle: Die Haut der Erde ist in Bedrängnis und wir verlieren den Boden unter den Füßen.

Die Nachhaltigkeitswissenschaftlerin Christine Priessner zeigt die sozialökologische Bedeutung von Böden auf und lädt dazu ein, mit einem »Soil-Selfie« eigene Bezüge zu Natur und Boden zu reflektieren. Wie hängen Bodenschätze, Früchte des Bodens und Dachboden zusammen? BODEN, KLIMA UND GESELLSCHAFT – Eine Foto-Exkursion zu Peak Soil weiterlesen

DEM FAIREN HANDEL AUF DER SPUR – Eine Bildungsrallye zu Konsum und Fairness

Mit Tablets ausgerüstet werden die Schüler_innen anhand einer App an verschiedene Orte rund um das Süd-Nord Kontor geführt und müssen im Stadtteil aktiv werden.

In Kleingruppen bearbeiten sie Aufgaben zu den Themen nachhaltiger Konsum und Fairer Handel. Diese können lauten: »Schaut euch im Supermarkt die Schokoladenverpackungen an. Was denkt ihr welches Unternehmen weltweit den größten Umsatz macht? « oder »Sucht eine grüne Dose und löst das darin versteckte Fair-Trade-Rätsel«. DEM FAIREN HANDEL AUF DER SPUR – Eine Bildungsrallye zu Konsum und Fairness weiterlesen

GRENZWÄLLE, GIRAFFEN & GALAO – DAS HAMBURGER SCHANZENVIERTEL IM WANDEL DER ZEIT

Das Schanzenviertel in Hamburg hat eine sehr bewegte Vergangenheit und besitzt bis heute große Anziehungskraft innerhalb der Stadt. Aber nicht erst die Tourist_innen bringen internationales Flair in die Schanze. Einflüsse aus allen Teilen der Welt sind hier schon seit Jahrhunderten zu finden und es wird oft von einem Multikulti-Viertel gesprochen. Aber entspricht das heute noch der Realität?

Der Name des Viertels geht auf die Zeiten zurück, als hier Dänemark gegen Hamburg kämpfte. Zu Zeiten der Industrialisierung kurbelte die Entstehung einer der wichtigsten Bahnlinien vor Ort den Welthandel an. Ein pulsierendes Viertel entstand, in dessen Fabriken sich Arbeiter und in großer Zahl auch Arbeiterinnen wiederfanden. GRENZWÄLLE, GIRAFFEN & GALAO – DAS HAMBURGER SCHANZENVIERTEL IM WANDEL DER ZEIT weiterlesen

Zwischen Grenzen und Menschlichkeit – Grenzregime, Asylrecht & die globalen Bewegungen der Migration

Wie kommt es, dass Menschen auf der Suche nach Schutz und Asyl ihr Leben riskieren müssen? Auf welches Recht können sich Geflüchtete berufen? Warum können manche Menschen ihr Land nicht verlassen, während andere überall Urlaub machen können? Der Projekttag bietet Zeit und Raum, einige grundsätzliche Fragen zum Thema Migration, Flucht und globale Menschenrechte zusammenzubringen. Wie läuft eine Flucht über das Mittelmeer ab? Was bedeutet das Recht auf Asyl? Wie unterscheidet sich der Status des Geflüchteten von dem eines Asylbewerbers oder einer Migrantin?

Innerhalb des Projekttags schauen wir uns Karten von Europa an, hören Interviews mit Geflüchteten, durchforsten Gesetzestexte und lernen die Arbeit von Initiativen kennen, die zum Teil direkt an den EU-Außengrenzen aktiv sind.

Anmeldung für dieses Angebot

GESICHTER DER GROßSTADT – Eine Tour durch das facettenreiche Hamburg

Gemeinsam nehmen wir Hamburg unter die Lupe, durchkreuzen die Stadt, sammeln Eindrücke, hören, was Bewohner_innen über ihren Stadtteil denken und suchen Antworten auf stadtpolitische Fragen. Die Tour beginnt in der HafenCity. Hier ist ein Stadtteil entstanden, der die Hamburger Innenstadt um über 30 % erweitert.

Nächste Station ist das Gängeviertel, das symbolisch für das alte und das neue Hamburg steht. Weiter geht’s ins Karolinenviertel, ein Stadtteil, der stark von Gentrifizierung betroffen ist und in dem sich viele Anwohnende gegen steigende Mieten wehren.

GESICHTER DER GROßSTADT – Eine Tour durch das facettenreiche Hamburg weiterlesen

STADT IM FLUSS – Stadtentwicklung am Beispiel des Hamburger Hafens

Mit der HafenCity entsteht ein neuer Stadtteil, der mit der Elbphilharmonie ein teures Wahrzeichen bekommen hat.

Vom Industriegebiet am Hafen zum gehobenen Stadtteil der Extraklasse? Das Leben in der Hamburger Innenstadt ist damit nicht dem ersten Wandel unterzogen. Die Neustadt und St. Pauli waren lange Zeit Wohnorte, die durch industrielle Arbeit (z. B. in den Werften oder der St. Pauli Brauerei) geprägt waren. In Zeiten der Globalisierung hat sich die Arbeitswelt auf St. Pauli verändert. Die Spuren der Gentrifizierung sind auch hier deutlich zu spüren. Gleichzeitig ist in St. Pauli der Zusammenhalt gegen die Verdrängung einkommensschwacher Bewohner_ innen besonders ausgeprägt. Die Frage nach dem Recht auf Stadt — d. h. wer entscheidet, wie in der Stadt gelebt wird? — wird von vielen Initiativen laut gestellt. STADT IM FLUSS – Stadtentwicklung am Beispiel des Hamburger Hafens weiterlesen

DEM KLIMA AUF DER SPUR – KLIMA-KONSUM-RALLYE IN ALTONA

Klimaschutz und Klimagerechtigkeit sind zu wichtigen Faktoren in der weltweiten Armutsbekämpfung geworden und wir können durch unser Konsumverhalten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten.

Wie ist der Wohlstand weltweit verteilt? Wer produziert wie viel CO2? Wo wird die meiste Energie verbraucht? Die Antworten auf diese Fragen motivieren dazu, nach Alternativen zu suchen, die uns allen zur Verfügung stehen. DEM KLIMA AUF DER SPUR – KLIMA-KONSUM-RALLYE IN ALTONA weiterlesen

PALMÖL, FUSEL UND KAISERKAI – DIE HAFENCITY UND IHR KOLONIALES ERBE

 Die Tour führt von der Altstadt mit den repräsentativen Kontorhäusern in die HafenCity. Es geht um Hamburger Firmen, um Hamburger Selbstdarstellungen und um verschiedene Phasen der Globalisierung, die die Stadt reich gemacht haben.

Die Handelswaren, die zum Reichtum führten, stammen zumeist aus den Ländern des Globalen Südens, zum Teil aus ehemaligen deutschen Kolonien. Palmöl, Kaffee und Margarine werden dabei näher in Augenschein genommen. Und es wird der Frage nachgegangen, ob die Namensgebungen in der HafenCity »Ausdruck von Weltläufigkeit« sind, wie die HafenCity GmbH erklärt.

Die Historikerin Wiebke Johannsen zeigt Architektur und berichtet sowohl von Geschäftsmodellen als auch von Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert (Stationen: Afrika-Haus, Kornhausbrücke, Magellan- und Marco-Polo-Terrassen, Unilever-Gebäude).

Anmeldung für dieses Angebot

WO SIND DIE GRENZEN DES WACHSTUMS? – ÜBER WOHLSTAND, RESSOURCENKNAPPHEIT & ZUKUNFTSFÄHIGKEIT

Enorme Müllberge, weggeworfene Lebensmittel, schwindende Diversität und soziale Ungerechtigkeiten: Viele Missstände auf der Welt sind auf exzessives Konsumverhalten zurückzuführen. Massen an Waren werden nur kurz genutzt, sind mit Sollbruchstellen versehen und oft fehlt es an Recyclingmöglichkeiten. Dabei ist unendliches Wachstum auf einem begrenzten Planeten nicht möglich.

In diesem Projekttag erfahren die Schüler_innen Gründe und Folgen eines verschwenderischen Konsumverhaltens und werden dazu eingeladen, verschiedene Perspektiven auf ihre Welt einzunehmen. In einem Planspiel organisieren sie ihre ideale Gesellschaft rund um Ressourcenverteilung, Gerechtigkeit und Bedürfnisse. Zum Schluss wird die Brücke von der idealen zur realen Welt geschlagen und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

Wegbeschreibung zur Open School (PDF)

Anmeldung für diese Veranstaltung (unten auf „Anfrage“ klicken)

VON SCHATZKISTEN UND PFEFFERSÄCKEN – RUNDFAHRT ZUM THEMA WELTHANDEL

Auf dieser Fahrt wird an verschiedenen Stationen deutlich, dass der Hamburger Hafen Teil der Infrastruktur des globalen Welthandels war und ist. Angefangen beim Warenverkehr der Kolonialzeit geht es ebenso um die Veränderungen im Hafen zu Zeiten der Globalisierung. Welche Auswirkungen auf Umwelt und Nahrungsmittelanbau haben zum Beispiel die Monokulturen riesiger Ölpalmenplantagen? Das hier gewonnene Rohöl wird importiert und in der Raffinerie im Hamburger Hafen weiterverarbeitet.

Die Fahrt veranschaulicht die Hintergründe des Welthandels mit Afrika, Asien und Lateinamerika. Sie erklärt, warum Kaffee und Kakao so billig geworden sind, warum Schrott ein Exportschlager ist und wer an dem extrem ungleichen Handel zwischen Nord und Süd verdient.

Diese Fahrt bezieht bewusst Position gegen Ungerechtigkeiten im Welthandel und ist daher nicht als Einstieg in das Thema »Hamburger Hafen« geeignet. Auf touristische Sehenswürdigkeiten wird kein Bezug genommen.

Wegbeschreibung Hafenrundfahrt (PDF)

Anmeldung für dieses Angebot

GEGEN DEN STROM – GLOBALE UNGLEICHHEIT AM BEISPIEL ENERGIE

Seit Jahren wächst der weltweite Energieverbrauch kontinuierlich an. Doch weil etwa 20% der Menschen in den Industrieländern 80% der weltweit genutzten Energie verbrauchen, gibt es hier ein enormes Ungleichgewicht.

Der Hamburger Hafen besitzt eine national und international bedeutende energiepolitische Infrastruktur. Seien es Urantransporte, Teile der strategischen Ölreserven, Deutschlands größte Raffinerie für Agrosprit, Deutschlands größter Kohlehafen oder auch das Kohlekraftwerk Moorburg – es gibt viel zu entdecken.

Diese Hafenrundfahrt legt den Fokus auf energiepolitische Fragen und ist nicht als Einstieg in das Thema »Hamburger Hafen« geeignet.

Wegbeschreibung Hafenrundfahrt (PDF)

Anmeldung für dieses Angebot

Carrotmob macht Schule

Handbuch-Titel-1080x675Carrotmob macht Schule ist ein bundesweites Programm für Schulen und Bildungseinrichtungen. Es richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer sowie Pädagoginnen und Pädagogen, die mit Schülerinnen und Schülern ab 15 Jahren zu den Themen Klimawandel und Klimaschutz aktiv werden möchten. Die Teilnahme am Programm ist kostenfrei. Mehr dazu gibt’s hier.

Mediathek der Infostelle Klimagerechtigkeit

In der Infostelle Klimagerechtigkeit engagieren wir uns seit Jahren in der Bildungsarbeit zum Thema Klimagerechtigkeit. Im Zuge unserer Arbeit wurde eine Online-Sammlung von Methoden, Arbeitsblättern und Unterrichtskonzepten ermöglicht. Die Materialien stammen von bundesweiten Anbieter*innen und zeigen damit das große Netz derer, die zu Aspekten von Klimagerechtigkeit arbeiten.

Auch Filme, Hörbücher, Experimente und Spiele für verschiedene Altersgruppen werden in der Klimamediathek vorgestellt und laden dazu ein, sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise anzunähern.

Schaut gerne unter: www.klimamedaithek.de vorbei!

Ökomarkt e.V.

Globales Lernen am Beispiel unserer Ernährung an Erlebnisorten rund um die ökologische  Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung:

Das Projekt Schule und Landwirtschaft veranschaulicht Kindern und Jugendlichen die Entstehung ihrer Lebensmittel. Auf ökologischen Höfen sowie an Verarbeitungs- und Vermarktungsorten ökologischer Produkte können sie die gesamte Wertschöpfungskette von Bio-Produkten erfahren. Die Grundlagen nachhaltiger Lebensmittelerzeugung, das eigene Konsumverhalten und eine gesunde Ernährung stehen im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Am außerschulischen Lernort wird z.B. die Verbindung zwischen Kartoffel und Pommes Frites oder der Art der Tierhaltung und der Käsequalität deutlich. Die Veranstaltungen werden altersgerecht auf die Zielgruppen von Grundschule bis Oberstufe/Auszubildende oder Studierende zugeschnitten.Logo_Ökomarkt e.V.

Hafenrundfahrt: Migration und Entwicklung

Wer sichert Hamburgs Reichtum und wie geben Migrant_innen etwas davon in ihre Heimatländer zurück? Der Hamburger Hafen verrät so einiges über historische und aktuelle Entwicklungspolitiken und Migrationsprozesse, die wir uns gemeinsam in ihrer Vielfalt anschauen werden. Ebenso werden internationale Wirtschaftszusammenhänge und ihre Auswirkungen auf Migration im Hafen sichtbar gemacht – von der Verschiffung von Luxusgütern wie Adidas Kleidung bis zur Basmati Parfümierung. Der Fokus liegt hierbei auf dem wechselwirkenden Zusammenhang von Migration und Entwicklung – im Herkunfts- ebenso wie im Zielland.

Auf der Route schippern wir vom Anleger Vorsetzen über den Ballinkai entlang der Süderelbe, genießen den atemberaubenden Blick auf und durch die Köhlbrandbrücke, fahren vorbei an riesigen Kränen und unzähligen Containern bis nach Altenwerder, zurück geht es dann über den Reiherstieg an zahlreichen ’Global Playern’ vorbei.

NEU! Stadtrundgang: Weder Fisch noch Fleisch

Die Begriffe „Migration“ und „Entwicklung“ begegnen uns häufig im Alltag. Im Stadtraum möchten wir gemeinsam erkunden, was diese Begriffe für Bedeutungen haben können und wie sie zusammenhängen. Was haben Fisch, Fleisch und Gemüse mit Migration zu tun? Was haben die Schlachtindustrie und Gewürzketchup mit Hamburgischer Stadtentwicklung zu tun? Diesen und vielen weiteren Fragen werden wir während des zweistündigen Rundgangs auf den Grund gehen.
Wer die Sternschanze schon länger kennt, weiß, dass sich das Viertel in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat. Einst ein eher unbeliebtes Viertel, das wegen der günstigen Mieten vielen (migrantischen) Arbeiter*innen ein Zuhause war, leben dort heute überwiegend gut verdienende Kleinfamilien und Kreative. Statt Metzgerei und Schusterei säumen nun Modeketten und Cafés die Straßen. Welche Ereignisse führen zu einer solchen Veränderung? Wer sind die Gewinner*innen und Verlierer*innen solcher Prozesse?
Der Rundgang ist ebenerdig und es gibt zwischendurch eine Sitzmöglichkeit. Wenn Sie auf einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen sind, geben Sie uns vorher bitte Bescheid, damit wir den Rundgang entsprechend anpassen können.

2° Grad über normal – Klimagerechtigkeit lebendig vermittelt

In dem Workshop verdeutlichen wir die globalen Zusammenhänge von Klimawandel und Gerechtigkeit mit Hilfe von interaktiven und spielerischen Elementen und verknüpfen sie mit dem eigenen Lebensstil. Dabei kommen vielfältige Methoden zum Einsatz vom Weltverteilungsspiel über den Klima-Meinungsstrahl bis hin zur fiktiven Weltreise. Zur thematischen Vor- und Weiterarbeit bieten wir eigene Materialien der Infostelle Klimagerechtigkeit an, sowie eine Online-Mediathek mit geeignetem Bildungsmaterial zum Thema.

Klimafreundliche Veranstaltungen – (wie) geht das?

CO2 -Kompensation in Theorie und Praxis

Die Fortbildung ist als praktisches Beispiel gedacht, wie wir unsere eigenen Veranstaltungen und Sitzungen „klimafreundlicher“ gestalten können. Am Beispiel einer Veranstaltung überlegen wir welche Bereiche schon bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen zur CO2-Reduktion beitragen können. Zudem berechnen wir gemeinsam die unvermeidbaren CO2 Emissionen und liefern Hintergründe und Informationen zum Thema Kompensation und zur Klima-Kollekte, dem kirchlichen Kompensationsfonds.

Treibhaus Hamburg – Ein Stadtrundgang auf den Spuren von Klima und Konsum

Bei einem Rundgang durch Hamburg Altona, entlang von Supermärkten und Druckereien, Kleidergeschäften und Elektromärkten, lernen die Teilnehmenden nicht nur den Stadtteil Altona besser kennen, sondern erhalten vor allem auch Klimainformationen zur Stadt Hamburg sowie zu den Auswirkungen des eigenen Konsum- und Lebensstils. Am Ende stehen Tipps für einen zukunftsverträglichen Alltag und Alternativen zum Umdenken. Der Rundgang enthält interaktive, spielerische Elemente zur Verdeutlichung globaler Dimensionen und ist ein Einstieg in die Gerechtigkeitsaspekte des Klimawandels zwischen Zahlen und Fakten und dem eigenen Handeln.

Hinweis: Bevorzugter Zeitraum: Mai-Septmeber
Wetterabhängig!

 

Stadtrundgang: Galao und Salpeter

Auf den Spuren von Spanien, Portugal und lateinamerikanischen Ländern in Hamburg

Der Galão ist fester Bestandteil der Hamburger Kaffeekultur geworden. Für manche Stadtteile hat die Einwanderung von Spaniern oder Portugiesen aber noch andere sichtbare Veränderungen im Stadtbild hinterlassen, die heute auch als touristische Attraktion Hamburgs angesehen werden. Das Chile-Haus oder die Laeisz-Halle prägen auf andere Weise das Stadtbild Hamburgs – von den Gebäuden lassen sich die historisch-kolonialen Beziehungen zu den jeweiligen Ländern nachzeichnen.

Auf den Spuren von Spaniern, Portugiesen und Lateinamerikanern werden sephardische Netzwerke, kolonialer Handel und aktuelle Beziehungen Hamburgs zu Orten, Gebäuden und Personen in Verbindung gebracht. Nicht zuletzt sind es vor allem Menschen aus diesen Ländern, die ihre Heimat in Hamburg gefunden haben und ihren Beitrag zur Gesellschaft in Hamburg leisten. Der Rundgang verbindet die Geschichte der Migration und des Handels mit aktuellen Einrichtungen wie der Europa-Lateinamerika/Karibik-Stiftung und zeigt anhand von aufgearbeiteten Fakten, Bildern und Hintergründen die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge auf.

 

Hafenrundfahrt: Stadt-Mensch-Fluss

Migrationsbewegungen im Hamburger Hafen

Die Hafenrundfahrt verknüpft Orte, an denen historische und aktuelle Migrationsbewegungen sichtbar werden. Von der Überseebrücke bis zu den Auswandererhallen gibt es viele Orte, die an die Ein- und Auswanderungen vergangener Jahrhunderte erinnern. Heute hat sich der Hafen auf einen neuen Migrationsfluss eingerichtet – auf KreuzfahrttouristInnnen. An Bord der Kreuzfahrtschiffe folgen viele Reisende noch heute kolonialen Routen und der Sehnsucht nach fernen Orten. Ihr Aufenthalt hat wirtschaftliche Vorteile für diese Stadt, deshalb sind sie willkommen. Andere sind es nicht. Sie kommen in der Hoffnung zu überleben und Sicherheit zu finden. So sind es sehr unterschiedliche Bilder und Vorstellungen, die Menschen zu fernen Orten bewegen.

Die Rundfahrt basiert auf dem migrationspolitisch so wichtigen Konzept des „Migrationsfluss“, welches auf der Rundfahrt erläutert wird. Kritisch werden die Migrationsbewegungen seit dem 17. Jahrhundert bis heute für die Stadt und den Hafen Hamburg dabei auf ihre Bedeutung für die Stadt Hamburg, die Länder der Migration und die Folge für die Migranten beleuchtet.

Stadtrundgang: Migrantische Communities in St. Georg

Identität, Religion und migrantische Ökonomie

Wenn von ‚migrantischen Communities’ die Rede ist, dann tauchen oft Vorstellungen homogener Gruppen auf. Dieser Rundgang widmet sich der Vielschichtigkeit von Identität als Zuordnungs- oder Abgrenzungsmerkmal in Gesellschaften. Das oft als „sehr bunt“ beschriebene St. Georg- Mitte eignet sich durch die migrantische Ökonomie vor Ort, aber auch als sozialer Raum, um sich über eigene Bilder, deren Entstehung und deren möglichen Wirkungen im Alltag bewusst zu werden.

Der Orient oder der Islam als Projektionsfläche von ‚Andersartigkeit’ wird ebenso analysiert, wie ‚Schwarz sein’ als Lebensrealität in Hamburg. Die Diskussionen um Rassismus, Alltagsdiskriminierung und Integration werden im Rundgang angeregt durch historisch-koloniale Bilder, Bezüge zu Geschäften und Moscheen vor Ort und der Begehung des sozialen Raums St. Georg- Mitte. Der Rundgang führt ausgehend vom Hotel Graf Moltke durch das Viertel und endet am Hansaplatz.

Zusatzangebot für Gruppen (nicht im regulären Rundgang enthalten):

In enger Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem islamischen Zentrum Al-Nour, gibt es die Möglichkeit die Moschee zu besichtigen. Untergebracht seit über 10 Jahren in einer Tiefgarage(!) im Stadtteil St.Georg bietet die Stunde Raum für Informationen und Diskussionen rund um die Rolle des Islam in der deutschen Migrationsgesellschaft. Neben einer allgemeinen Einführung in den Islam können in einer offenen Diskussion alle aktuellen Themen des interreligiösen Dialogs, des Zusammenlebens in Städten und der Alltagsgestaltung mit den Islamgelehrten der Moschee diskutiert werden.

Stadtrundgang: Menschen ohne Papiere

Leben zwischen Alltag und Angst vor Entdeckung

Sie hüten Kinder, sie putzen und sie bauen Häuser – Es gibt zahlreiche Menschen in Hamburg, die in das alltägliche Leben eingebunden sind, die aber nach dem Gesetz eigentlich nicht hier sein dürften: irreguläre Migrant_innen.

Egal ob bei der Wohnungssuche, der Einschulung der Kinder, auf dem Weg zur Arbeit oder bei einer Krankheit – die Bewältigung des Alltags bedarf in dieser Situation einer guten Organisation. Der Stadtrundgang informiert über die Lebenssituationen von Menschen ohne Papiere und klärt über Mythen und Stereotype auf. Er bietet die Gelegenheit, Netzwerke und Organisationen von und für Menschen ohne Papiere näher kennenzulernen. Die Tour führt vom S-Bahnhof Wilhelmsburg aus in Richtung Kirchdorf (Süd) und endet am Karl-Arnold-Ring, von wo aus man entweder mit der „Wilden 13“ (Bus) in 7 min oder zu Fuß in ca. 20 min wieder an den S-Bahnhof Wilhelmsburg gelangt.

Der Rundgang basiert auf eigenen Forschungsarbeiten zum Thema und wird durch Erfahrungen aus NGO-Arbeit, Polizeiinterviews und den Arbeiten anderer Wissenschaftler ergänzt. Zur Veranschaulichung werden Bildtafeln sowie aktuelles statistisches Material aufbereitet.

2015 wurde der Rundgang aus dem Stadtteil Altona-Altstadt nach Wilhelmsburg verlegt. Die schnellen Veränderungen in Altona-Altstadt zwangen uns leider zu diesem Schritt, den wir aber mit Hilfe der Schüler der Nelson-Mandela-Schule in Kirchdorf super meistern konnten. Im Rahmen einer Projektwoche haben die Schüler und grenzgänger zusammen einen Rundgang für Wilhelmsburg-Kirchdorf entwickelt.

Fairer Handel in der Sek I und Sek II

hamburg mal fair bietet für Schulen und Jugendgruppen Bildungsangebote zu dem Themenspektrum Welthandel und Fairer Handel von 90 Minuten bis zu ganzen Tagen an. Die Workshop werden in der Regel von jungen Referent*innen durchgeführt, die von hamburg mal fair als Multiplikator*innen ausgebildet wurden.

In den Workshops kommen Methoden des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Einsatz. Mit viel Eigenanteil der Schülerinnen und Schülern, dem Erleben durch Anfassen, Diskutieren und nicht durch reine Faktenwiedergabe wird mit den Teilnehmenden ein vorher gewähltes Thema erarbeitet.

Inhaltlich kann es um die Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Kakao und Schokolade, Textilien und Fasern, Kaffee, Fußbällen, Handys oder Bananen gehen. Die Workshops finden im Seminarraum des Süd-Nord-Kontors statt, so dass hier auch ein Bezug zur Warenwelt im Fairen Handel gezogen werden kann. Wir kommen aber auch gerne an Ihre Schule.

Friedens- und Menschenrechtsarbeit in Konfliktgebieten

Ehemalige pbi-Friedensfachkräfte berichten über ihre Erfahrungen in der internationalen Menschenrechtsarbeit. Anhand einer Gruppenarbeit setzen sich die Jugendlichen exemplarisch mit der Situation eines gefährdeten Menschenrechtsverteidigers (MRV) auseinander. Es werden Menschenrechtsverletzungen reflektiert und gemeinsam mögliche Ansätze, bedrohte MRV_innen zu schützen, diskutiert. Im Anschluss lernen die Jugendlichen die internationale Schutzbegleitung als Instrument der zivilen Konfliktbearbeitung kennen und erhalten wesentliche Impulse für zivilgesellschaftliches Engagement in ihrem lokalen Umfeld.

Möglichkeit des Workshops in spanischer oder englischer Sprache,   bitte nachfragen.

Wirtschaftsinteressen und Menschenrechte

Ob illegale Waffenlieferungen durch deutsche Unternehmen in Konfliktgebiete, Großbrände in Textilfabriken in Bangladesch oder der Mord eines kolumbianischen Gewerkschafters eines Schweizer Nestlé-Tochterunternehmens – die Fälle deutscher und europäischer Unternehmen, welche maßgeblich an Menschenrechtsverletzungen im Ausland beteiligt sind, werden verstärkt in der Öffentlichkeit wahrgenommen und der Ruf nach rechtsverbindlichen Instrumenten, um Unternehmen bei grenzüberschreitenden Aktionen für Verletzungen der Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechte zu sanktionieren, immer stärker.
Auch in den Ländern, in denen pbi Projekte unterhält, wird die Einhaltung der Menschenrechte durch wirtschaftliche Großprojekte bedroht, sei es durch Staudammprojekte, Minenerschließungen oder Windparkanlagen. Die Landbevölkerung zählt neben der Umwelt zu den großen Verlierern dieser Entwicklung – sie ist von Enteignung und Vertreibung bedroht. Oftmals ignorieren die lokalen Regierungen die Rechte der Bevölkerung, sind an der Umsetzung der Großprojekte beteiligt oder treiben diese im Zweifel auch mit Waffengewalt voran. Am konkreten Fallbeispiel werden die Ursachen der Menschenrechtsverletzungen beleuchtet und Möglichkeiten, die Interessen der Betroffenen einzubeziehen und zu schützen, diskutiert.

14 bis 18 Jahre

Das Unsichtbare Theater

Im Methodenworkshop zum „Unsichtbaren Theater“ wird die Selbstwahrnehmung der Teilnehmenden geschärft, so dass zunächst persönliche Aspekte der Unterdrückung aufgegriffen werden. Die Teilnehmer_innen lernen spielerisch und anhand von theaterpädagogischen Grundtechniken neue Methoden kennen, diese auszudrücken. Sie gehen neue Wege, um gesellschaftliche Probleme öffentlich anzusprechen und zu thematisieren.
Der Regisseur und Politiker Augusto Boal entwickelte das Unsichtbare Theater, um Betroffenen Instrumente an die Hand zu geben, gesellschaftliche Unterdrückung zu thematisieren und Ansätze zu entwickeln, diese zu überwinden. Mithilfe des Theaters sollen Themen zur Sprache gebracht werden und eine öffentliche Diskussion angeregt werden. Die Schauspieler agieren dabei im öffentlichen Raum, Orte des alltäglichen Lebens werden zur „Bühne“ und das Publikum ist ohne es zu wissen nicht nur Zuschauer, sondern Teil des Geschehens.
Der Workshop kann sich darauf konzentrieren, theaterpädagogische Grundtechniken des Unsichtbaren zu erlernen oder in einem weiteren Schritt darauf abzielen, in einem kollektiven Schaffensprozess eine Aktion im öffentlichen Raum zu entwerfen.

ab 15 Jahre

Möglichkeit des Workshops in spanischer Sprache, bitte nachfragen.

Civil Powker (Planspiel)

Bei diesem Planspiel schlüpfen die Teilnehmer_innen in individuelle Rollen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und setzen sich mit einem internationalen Konflikt auseinander. Welche Möglichkeiten hat jede Gruppe, um auf den Konflikt zu reagieren? Welche Formen gibt es gerade auch für die Zivilgesellschaft, sich einzusetzen? Was würde zu einer Verschärfung, was zu einer Deeskalation des Konfliktes beitragen? In zwei verschiedenen Phasen beschäftigen sich die Spieler mit ihren Rollen, und deren Werten und Interessen. Außerdem müssen sie innerhalb ihrer eigenen Gruppe und mit den anderen Akteursgruppen verhandeln und sich darauf einigen, wie sie auf den Konflikt reagieren werden.
Das Spiel vermittelt ein Basiswissen über die existierenden Möglichkeiten, die politische, wirtschaftliche und besonders zivilgesellschaftliche Akteure in Deutschland haben, um Einfluss auf einen internationalen Konflikt zu nehmen und macht diese erfahrbar. Außerdem konfrontiert es die Teilnehmer_innen mit verschiedenen Hürden, der Notwendigkeit von Verhandlungen, aber auch der Gefahr des reinen „Pokerns“ um Macht und Einfluss. Der Verlauf des Spiels und die vorgegebenen Handlungsoptionen werden in der Gruppe reflektiert.

Ab 15 Jahre

Frieden braucht Gerechtigkeit (Rollenspiel)

Im Rollenspiel schlüpfen die Schüler_innen in die Rolle eines zu Unrecht des Mordes angeklagten mexikanischen Bauern, eines korrupten Richters, eines gekauften Zeugen und eines internationalen Prozessbeobachters. Das Rollenspiel orientiert sich dabei an dem realen Fall von Raúl Hernández, Mitglied einer indigenen Bauernorganisation in Südmexiko, welcher ein emblematisches Beispiel für die Kriminalisierung der sozialen Proteste darstellt. Gemeinsam mit vier weiteren Angeklagten saß Raúl Hernández mehr als zwei Jahre unschuldig im Gefängnis, bevor die großen nationalen und internationalen Proteste maßgeblich zu seiner Freilassung beitrugen. Im Rahmen des Workshops lernen die Jugendlichen auf spielerische Art und Weise, inwiefern die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien eine Grundvoraussetzung für Frieden und Gerechtigkeit darstellt.

Ab 15 Jahre

„Jugendliche zwischen Krieg und Frieden in Kolumbien“/ „Jovenes entre la paz y la guerra en Colombia“

Kolumbien wird bereits seit vielen Jahrzehnten von einem bewaffneten Konflikt zerrüttet. Rund ein Viertel der kolumbianischen Bevölkerung sind Jugendliche (insg. 11 Mio. Einwohner). Den Jugendlichen bleibt oftmals keine andere Wahl, als sich auf legaler oder illegaler Weise dem bewaffneten Kampf anzuschließen. Viele der Jugendlichen werden zwangsrekrutiert. Seit mehreren Jahren versuchen Menschenrechtsorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen, den Jugendlichen über Informations- und Bildungsarbeit alternative Möglichkeiten und Wege aus der Gewalt zu eröffnen. Im Workshop lernen die Schüler_innen die Lebenswelt der kolumbianischen Jugendlichen zwischen Krieg und Frieden kennen. Sie erhalten einen Einblick in die Ansätze und Erfahrungen der Jugendgruppen im Umgang mit und zur Überwindung von Gewalt. Sie erleben, wie die kolumbianischen Jugendlichen gerade über künstlerisch-kreative Ansätze (Street Art, Musik, Theater) versuchen, den Gewalterfahrungen etwas entgegenzusetzen und sich für Friedensprozesse einzusetzen. Im Workshop haben die Teilnehmenden Gelegenheit sich solidarisch mit den kolumbianischen Jugendgruppen zu zeigen und damit eigene Gestaltungskompetenzen zu erfahren.

ab 14 Jahre

auch auf Spanisch möglich

Ölpalmenanbau und Menschenrechte

Palmöl steckt in vielen unserer alltäglichen Produkte, sei es im Waschmittel auf pflanzlicher Basis, im Brotaufstrich, im Biodiesel oder in Kosmetikprodukten. Den Jugendlichen wird am Beispiel der Ölpalme aufgezeigt, inwiefern der Konsum der westlichen Länder die Menschenrechtssituation in anderen Ländern beeinflusst. Denn der Profit des globalen Palmölhandels erreicht nur wenige, den Schaden des Palmöl-Booms tragen jedoch viele. Die Landbevölkerung sieht sich mit massiven ökologischen, ökonomischen und sozialen Konsequenzen eines staatlich geförderten Ölpalmenanbaus konfrontiert. Die Schüler diskutieren den Konflikt rund um die Ölpalme in Form von Rollenspielen und Gruppenarbeiten. Sie erfahren dabei, Konflikte differenzierter wahrzunehmen und Verantwortung für ihr eigenes Konsumverhalten zu übernehmen.

14 bis 18 Jahre

Ein Menschenrecht auf Asyl – Flucht nach Europa

Immer mehr Menschen sind weltweit auf der Flucht und bitten in anderen Ländern um Schutz. Die Gründe sind vielfältig, doch die Möglichkeiten der einzelnen Menschen unterscheiden sich stark voneinander. Wohin gehen Flüchtlinge und wie ergeht es ihnen auf dem Weg? Und was passiert, wenn sie angekommen sind? Haben sie ihr Ziel erreicht? Die Teilnehmer_innen gehen im Rahmen des Projekttages die Wege einer Flucht und erleben, wie es Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa ergeht. Das Menschenrecht Asyl zu beantragen hat jeder, aber wie sieht die Realität der gelebten Menschenrechte aus?

Ab 12 Jahren

Biopoli-Veranstaltung „Fleischkonsum – zurück zum Sonntagsbraten?“

Wir leben in einer globalisierten Welt, wo wir selten wissen, wo was herkommt, was auf unserem Teller liegt. Beim Thema Fleisch hat der Konsum weltweit ganz besondere Auswirkungen auf die Herkunftsländer der Futtermittel, auf den Flächenverbrauch, auf den Regenwald, auf die Verteilung von Land in den jeweiligen Herkunftsländern sowie auf das Klima. Grund genug hier genauer hin zu schauen, was wir essen!

Die Veranstaltung „Fleischkonsum – zurück zum Sonntagbraten?“ versucht möglichst facettenreich globale Zusammenhänge aufzuzeigen und schickt die TeilnehmerInnen selbst auf Recherchereise.

BIOPOLI: Nahrungsmittelverschwendung – Alles für die Tonne?

Weltweit landen jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Sie gehen bei Verarbeitungsprozessen verloren oder werden im Handel und von den Endverbrauchern weggeschmissen. Diese Menge entspricht ca. einem Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion. Dies verschlingt enorme Ressourcen. Denn: Jedes hergestellte Lebensmittel hat Wasser verbraucht, Land in Beschlag genommen und durch Anbau, Ernte, Transport und Verarbeitung zum Treibhauseffekt beigetragen. Auch wir haben einen großen Anteil an dieser Verschwendung, denn über 60 der weggeworfenen Lebensmittel kommen aus dem privaten Haushalten.

Die Veranstaltung zeigt, was wir gegen Lebensmittelverschwendung tun können und wie wir sogar aktiv zum Lebensmittelretter werden können.

Biopoli: Wie viele Erden brauchen wir? – Unser ökologischer Fußabdruck beim Essen

Wir alle verbrauchen Ressourcen in Form von Energie und Rohstoffe für die Dinge die wir im Alltag machen und nutzen. Mit dem ökologischen Fußabdruck wird deutlich, wieviel Fläche für unseren Ressourcenverbrauch benötigt wird. In Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit wird jedoch deutlich, die Tragfähigkeit der Erde gelangt an ihre Grenzen. Was bedeutet das für unseren Lebensstil und was ist mit den Menschen in Ländern wie Brasilien, China und Indonesien, die gerade beginnen mehr zu konsumieren?

Die Veranstaltung „Ökologischer Fußabdruck“ verbindet die Themen Klimawandel, Landwirtschaft, Ressourcenknappheit und Lebensstil. Spielerisch werden mit dem Weltverteilungsspiel die global unterschiedlichen Beiträge zum Klimawandel verdeutlicht und mit der Berechnung des eigenen ökologischen Fußabdrucks, haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit ihren eigenen Lebensstil zu hinterfragen.

Biopoli: Gentechnik in der Landwirtschaft – Fluch oder Segen?

Der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft ist hochumstritten. Mittlerweile lehnen 80% der europäischen Verbraucher Gentechnik in Lebensmitteln ab. Sind die Sorgen berechtigt? Welche Lebensmittel sind bereits gentechnisch verändert und wo werden sie angebaut? Können wir sicher sein, dass wir noch die Wahl haben, ob wir gentechnisch veränderte Organismen zu uns nehmen oder nicht?

Diese Fragen, aber auch die Auswirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen auf die Umwelt und das soziale Gefüge in den jeweiligen Ländern ist Bestandteil des interaktiven Workshops mit unseren Referenten.

Dem globalen Handel auf der Spur – Eine Bildungsrallye zu Konsum und Fairness

Anhand einer auf GPS Koordinaten basierenden App für Smartphones werden Schüler_innen an verschiedene Orte in Hamburg geführt. In Kleingruppen bearbeiten sie während der Rallye Aufgaben zum Thema nachhaltiger Konsum und Fairer Handel, die direkt in der Anwendung gelöst werden können.

Die Aufgaben können lauten: „Schaut euch im Supermarkt die Schokoladenverpackungen an und gebt nennt zwei Länder, in denen Kakao angebaut wird“, „Sucht eine kleine grüne Dose und löst das darin versteckte Fair Trade-Rätsel“ oder „Schreibt mit Kreide einen Slogan für faireres Handeln auf die Straße und fotografiert diesen!“

Am Ende gewinnt die kreativste, schnellste und pfiffigste Gruppe. Die Rallye stößt zum Nachdenken über Konsumgewohnheiten und Wirtschaftsstrukturen an.

Bevor es losgeht bekommen die Schüler_innen eine Einführung in die Bildungsapp und die Spielregeln. Anschließend dürfen sie eigenständig die verschiedenen Aufgaben in der Stadt bearbeiten. Nach Durchführung der Rallye decken unsere Referent_innen gemeinsam mit den Jugendlichen Anknüpfungspunkte eines nachhaltigen Konsums in der eigenen Lebenswelt auf und gehen vertiefend auf die Grundsätze und Ziele des Fairen Handels ein.