Alle Angebote von Openschool21

KAKAO UND SCHOKOLADE – eine bittersüße Geschichte

Schokolade essen wir fast täglich. Wir wissen, dass sie aus Kakao gemacht wird, doch wie sieht eine Kakaofrucht eigentlich aus und wo wächst sie? Wer baut Kakao an und wie kommt er nach Europa?

Esther Mumuni ist in Ghana aufgewachsen und weiß, wie Kakaobäuer_innen leben, mit wem und wie sie produzieren. Sie hat viele Materialien für die Arbeit in kleinen Gruppen im Gepäck, Bildmaterialien und kurze Filme.

Nicht nur der Anbau und die Verarbeitung des Kakaos stehen im Mittelpunkt des Projekttages, es wird auch praktisch: gemeinsam wird eigene Schokolade hergestellt.

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DIE REISE EINER PLASTIKFLASCHE – Ideen zur Müllvermeidung

Was geschieht mit einer Plastikflasche, nachdem wir sie benutzt haben?

Millionen Flaschen treiben im pazifischen Ozean, inmitten eines Teppichs aus Plastik, der bereits so riesig ist, dass er »der siebte Kontinent« genannt wird. Doch es geht auch anders! In Lateinamerika werden ganze Häuser aus Plastikflaschen gebaut: ein buntes Beispiel der Wiederverwertung, das aufzeigt, wie dem Problem der Plastikabfälle, die so lange Zeit brauchen um zu verrotten, fantasievoll und schlau begegnet werden kann.

Kunststoffe sind in unserem Alltag allgegenwärtig und unverzichtbar geworden. Mit der Entsorgung sind wir aber überfordert. So leiden Menschen, Tiere und Pflanzen unter den Auswirkungen der riesigen Berge aus Plastikmüll, die nicht einfach von selbst verschwinden. Gemeinsam überlegen wir, was wir tun können, um verantwortungsvoller mit unserer Umwelt umzugehen.

Gemeinsam schauen wir uns an, wie sich Müll im Schulalltag vermeiden lässt. Auch haben die Schüler_innen Zeit, selbst aus Plastik Dinge herzustellen und Müll kreativ umzuwandeln.

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FAIR HANDELN – Ein Besuch im SüdNord Kontor

Das Süd-Nord Kontor ist das Zentrum des Fairen Handels in Hamburg. In den Lagerräumen liegen Lebensmittel, Textilien und Handwerk aus der ganzen Welt.

Schüler_innen der Klassen 5 bis 9 werden am Beispiel einzelner Waren und ihrer Produktionsbedingungen in die Prinzipien des Fairen Handels eingeführt. Sie erfahren, wie den Produzent_innen ermöglicht wird, durch gerechtere Preise und direkte, langfristige Handelsbeziehungen ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Ab Klasse 10 sind außerdem Struktur, Effizienz und aktuelle Entwicklungen im Fairen Handel ein Thema. An konkreten Beispielen werden die Auswirkungen der Globalisierung auf die Produzent_innen dort und die Konsument_innen hier erläutert. Die Schüler_innen werden angeregt, Handlungsmöglichkeiten zum Fairen Handel(n) in ihrem Umfeld zu diskutieren.

Je nach Referent_in kann die Veranstaltung auf Deutsch, Englisch und Französisch angeboten werden.

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REFUGEES WELCOME? – Geflüchtete in der Hansestadt

Viele Menschen fliehen vor Krieg und Gewalt aus ihren Heimatländern.

Die Einreise in die Europäische Union mit ihren scharf überwachten Außengrenzen ist jedoch nur unter Lebensgefahr möglich, denn die Regelungen zur Einwanderung sind in den letzten 20 Jahren von staatlicher Seite immer weiter beschränkt worden.

Trotzdem haben im Jahr 2018 bis zum September 142.167 Geflüchtete einen Asylantrag in der BRD gestellt, hiervon in Hamburg 3.281. Das sind geringfügig mehr Menschen als im gleichen Zeitraum 2017. *

Der Sozialarbeiter Hans Dehning berichtet von seiner langjährigen Arbeit mit Geflüchteten und darüber, wie sich die Zuwanderungspolitik der Bundesrepublik und der Europäischen Union auf ihre Situation in Hamburg auswirkt. Ausschnitte aus Filmen über den Alltag in der Hamburger Ausländerbehörde und über die Restriktionen der Europäischen Union dienen als Diskussionsgrundlage.

*Zahlen lt. der Asylgeschäftsstatistik für die Monate 1-9/ 2017 und 2018 des BAMF sowie der Hamburger Innenbehörde.

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BOZA! – Ein Film über die Situaton von Geflüchteten an den EU-Außengrenzen

Meist sind es Bilder von seeuntüchtigen Booten, die uns hier in den Medien begegnen, wenn es um das Thema Flucht nach Europa geht.

Weit weniger bekannt ist, unter welchen Umständen Migrant_innen leben, die es bis Marokko geschafft haben und von dort aus zum Teil jahrelang versuchen, ihre Überfahrt nach Europa zu organisieren. Der Film des jungen tunesischen Filmemachers Walid Fellah zeigt die Realität dieser Menschen und die brutalen Auswirkungen des von Europa bezahlten Grenzregimes im Maghreb.

»Boza« ist der Siegesruf der Migrant_innen, wenn sie es in die spanischen Exklaven Ceuta oder Melilla geschafft haben. Nah dran an den Sehnsüchten, Alltagserfahrungen und eigenen Reflexionen über die erlebte Rechtlosigkeit begleitet Walids Kamera Menschen in un(aus)haltbaren Situationen. Gleichzeitig zeigt der Film aber auch den zunehmenden Protest von Geflüchteten, die für ihr Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit kämpfen. Die Menschenrechtsaktivistin Miriam Edding führt in den Film ein und steht anschließend für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

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Mauern zwischen Arm und Reich – Von globalen Fluchtbewegungen und Abschottungspolitik

Im Herbst 2018 machten mehrere aus Zentralamerika stammende Karawanen Schlagzeile, die auf dem Weg in die USA waren. Kurz darauf stehen die Migrant_innen vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, die Grenze zu den USA zu überqueren. Im Süden Mexikos machen Bundes- und Migrationspolizei bereits regelrecht Jagd auf Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere.

Die Fluchtursachen sind komplex und vielfältig, insbesondere ökonomische Ungleichverteilung und anhaltende Gewalt vertreiben immer mehr Menschen. Auch Unterstützer_innen von Geflüchteten werden immer wieder bedroht und können oft nur unter dem Schutz der Kirche arbeiten.

Filmemacher Hauke Lorenz engagiert sich seit vielen Jahren in der Region. Im Workshop zeigt er seinen Dokumentarfilm »Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant_innen«. Im Film kommen diese zu Wort und erzählen von ihren Erfahrungen und ihren Wünschen für die Zukunft. Warum verlagern bzw. regionalisieren die EU und die USA ihre Grenzkontrollen? Was hat das mit uns zu tun?

Der Projekttag spannt den Bogen von Mittelamerika auch bis nach Europa und zum Mittelmeer. Haltung und Verantwortung des globalen Nordens werden hier ebenso thematisiert wie unterschiedliche Ausgangslagen und Zugänge in unserer Migrationsgesellschaft.

Die Veranstaltung kann auf Spanisch oder Deutsch durchgeführt werden.

Der Film »Viacrucis Migrante« kann über den Thede-Verleih im Kino angeschaut werden. Informationen, auch zu didaktischen Begleitmaterialien, finden sich unter: www.viacrucismigrante.com.

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DEM FAIREN HANDEL AUF DER SPUR – Eine Bildungsrallye zu Konsum und Fairness

Mit Tablets ausgerüstet werden die Schüler_innen anhand einer App an verschiedene Orte rund um das Süd-Nord Kontor geführt und müssen im Stadtteil aktiv werden.

In Kleingruppen bearbeiten sie Aufgaben zu den Themen nachhaltiger Konsum und Fairer Handel. Diese können lauten: »Schaut euch im Supermarkt die Schokoladenverpackungen an. Was denkt ihr welches Unternehmen weltweit den größten Umsatz macht? « oder »Sucht eine grüne Dose und löst das darin versteckte Fair-Trade-Rätsel«. DEM FAIREN HANDEL AUF DER SPUR – Eine Bildungsrallye zu Konsum und Fairness weiterlesen

BODEN, KLIMA UND GESELLSCHAFT – Eine Foto-Exkursion zu Peak Soil

Boden ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Natur, Nährboden für Nahrungsmittel, CO2-Speicher, Klimaregler und unsere zentrale Lebensgrundlage.

Die Übernutzung des Bodens hat schon heute schwerwiegende Folgen für die Ernährungssicherheit, das Klima und die Artenvielfalt. Peak Soil betrifft uns alle: Die Haut der Erde ist in Bedrängnis und wir verlieren den Boden unter den Füßen.

Die Nachhaltigkeitswissenschaftlerin Christine Priessner zeigt die sozialökologische Bedeutung von Böden auf und lädt dazu ein, mit einem »Soil-Selfie« eigene Bezüge zu Natur und Boden zu reflektieren. Wie hängen Bodenschätze, Früchte des Bodens und Dachboden zusammen? Anhand der Fotos kann die Gruppe globale und lokale Problemlagen miteinander in Verbindung bringen und in die Diskussion um die nachhaltige Nutzung des Ökosystems Boden einsteigen. Unsere Smartphones enthalten Erden: Wie können wir diese Ressource schützen und verantwortungsbewusst handeln? Dies wird in der Gruppe gemeinsam erkundet und auf dem »Boden der Tatsachen« reflektiert.

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Zwischen Grenzen und Menschlichkeit – Grenzregime, Asylrecht & die globalen Bewegungen der Migration

Wie kommt es, dass Menschen auf der Suche nach Schutz und Asyl ihr Leben riskieren müssen? Auf welches Recht können sich Geflüchtete berufen? Warum können manche Menschen ihr Land nicht verlassen, während andere überall Urlaub machen können? Der Projekttag bietet Zeit und Raum, einige grundsätzliche Fragen zum Thema Migration, Flucht und globale Menschenrechte zusammenzubringen. Wie läuft eine Flucht über das Mittelmeer ab? Was bedeutet das Recht auf Asyl? Wie unterscheidet sich der Status des Geflüchteten von dem eines Asylbewerbers oder einer Migrantin?

Innerhalb des Projekttags schauen wir uns Karten von Europa an, hören Interviews mit Geflüchteten, durchforsten Gesetzestexte und lernen die Arbeit von Initiativen kennen, die zum Teil direkt an den EU-Außengrenzen aktiv sind.

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NO ONE IS LEFT BEHIND – DIE UN–NACHHALTIGKEITSZIELE AUF DEM PRÜFSTAND

Gute Nachrichten: Hunger und extreme Armut sollen auf der ganzen Welt bis zum Jahr 2030 überwunden und Klimaschutzmaßnahmen gestärkt werden!

Im Januar 2016 sind sie in Kraft getreten: die von den Vereinten Nationen beschlossenen Sustainable Development Goals (SDGs). Diese 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung betreffen Umwelt, Soziales, Wirtschaft, Gesundheit und Teilhabe. Jedes Land der Welt ist gefragt, Politik so zu gestalten, dass das zentrale Versprechen der SDGs auf dem gesamten Globus erfüllt wird: »Niemand wird zurückgelassen«.

Auch in Hamburg wird nun überlegt, wie Politik und Zivilgesellschaft diese Ziele mit Leben füllen können. Im Workshop lernen die Schüler_ innen einzelne Ziele, ihre Entstehung und Wechselwirkungen kennen. Mit einem partizipativen und spielerischen Methodenmix führt Jonna Tikkanen aus dem internationalen Netzwerk e.p.a./Europa Jugend Büro die Schulklasse an das Thema heran.

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GRENZWÄLLE, GIRAFFEN & GALAO – DAS HAMBURGER SCHANZENVIERTEL IM WANDEL DER ZEIT

Das Schanzenviertel in Hamburg hat eine sehr bewegte Vergangenheit und besitzt bis heute große Anziehungskraft innerhalb der Stadt.

Aber nicht erst die Tourist_innen bringen internationales Flair in die Schanze. Einflüsse aus allen Teilen der Welt sind hier schon seit Jahrhunderten zu finden und es wird oft von einem Multikulti-Viertel gesprochen. Aber entspricht das heute noch der Realität?

Der Name des Viertels geht auf die Zeiten zurück, als hier Dänemark gegen Hamburg kämpfte. Zu Zeiten der Industrialisierung kurbelte die Entstehung einer der wichtigsten Bahnlinien vor Ort den Welthandel an. Ein pulsierendes Viertel entstand, in dessen Fabriken sich Arbeiter und in großer Zahl auch Arbeiterinnen wiederfanden.

Auf dem Pferdemarkt wurden Elefanten und Giraffen verladen und die Familie Hagenbeck führte in rassistischen Völkerschauen Menschen als vermeintlich Wilde vor. In der Nachkriegszeit prägten vor allem die hinzugezogenen, so genannten »Gastarbeiter« als Gewerbetreibende das Gesicht des Viertels. Zwar sind die Kaffeespezialitäten und Imbisse immer internationaler geworden, aber die Gentrifizierung der letzten Jahrzehnte hat das ehemals migrantisch und alternativ geprägte Viertel stark in Mitleidenschaft gezogen. So haben auch lokale Proteste gegen die Verdrängung alteingesessener Anwohner_ innen über Hamburg hinaus Bekanntheit erlangt.

Der Historiker Martin Reiter gewährt Einblicke in die Entwicklungen des Viertels von seinen Anfängen bis heute. Die Teilnehmer_innen begeben sich auf die Suche nach Spuren der (Arbeits-) Migration vor Ort.

Die Veranstaltung kann auch auf Englisch durchgeführt werden.

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PALMÖL, FUSEL UND KAISERKAI – DIE HAFENCITY UND IHR KOLONIALES ERBE

 Die Tour führt von der Altstadt mit den repräsentativen Kontorhäusern in die HafenCity. Es geht um Hamburger Firmen, um Hamburger Selbstdarstellungen und um verschiedene Phasen der Globalisierung, die die Stadt reich gemacht haben.

Die Handelswaren, die zum Reichtum führten, stammen zumeist aus den Ländern des Globalen Südens, zum Teil aus ehemaligen deutschen Kolonien. Palmöl, Kaffee und Margarine werden dabei näher in Augenschein genommen. Und es wird der Frage nachgegangen, ob die Namensgebungen in der HafenCity »Ausdruck von Weltläufigkeit« sind, wie die HafenCity GmbH erklärt.

Die Historikerin Wiebke Johannsen zeigt Architektur und berichtet sowohl von Geschäftsmodellen als auch von Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert (Stationen: Afrika-Haus, Kornhausbrücke, Magellan- und Marco-Polo-Terrassen, Unilever-Gebäude).

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DEM KLIMA AUF DER SPUR – KLIMA-KONSUM-RALLYE IN ALTONA

Klimaschutz und Klimagerechtigkeit sind zu wichtigen Faktoren in der weltweiten Armutsbekämpfung geworden und wir können durch unser Konsumverhalten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten.

Wie ist der Wohlstand weltweit verteilt? Wer produziert wie viel CO2? Wo wird die meiste Energie verbraucht? Die Antworten auf diese Fragen motivieren dazu, nach Alternativen zu suchen, die uns allen zur Verfügung stehen.

Ausgestattet mit Karten und Aufgaben besuchen die Schüler_innen Orte und Akteure, die bereits klimaschonende Handlungsalternativen geschaffen haben und Inspiration für Veränderungen im eigenen Lebensumfeld bieten. Die unterschiedlichen Ergebnisse der Stadterkundungen werden im Anschluss gemeinsam aufbereitet und diskutiert.

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STADT IM FLUSS – Stadtentwicklung am Beispiel des Hamburger Hafens

Mit der HafenCity entsteht ein neuer Stadtteil, der mit der Elbphilharmonie ein teures Wahrzeichen bekommen hat.

Vom Industriegebiet am Hafen zum gehobenen Stadtteil der Extraklasse? Das Leben in der Hamburger Innenstadt ist damit nicht dem ersten Wandel unterzogen. Die Neustadt und St. Pauli waren lange Zeit Wohnorte, die durch industrielle Arbeit (z. B. in den Werften oder der St. Pauli Brauerei) geprägt waren. In Zeiten der Globalisierung hat sich die Arbeitswelt auf St. Pauli verändert. Die Spuren der Gentrifizierung sind auch hier deutlich zu spüren. Gleichzeitig ist in St. Pauli der Zusammenhalt gegen die Verdrängung einkommensschwacher Bewohner_ innen besonders ausgeprägt. Die Frage nach dem Recht auf Stadt — d. h. wer entscheidet, wie in der Stadt gelebt wird? — wird von vielen Initiativen laut gestellt.

Der Historiker und Stadtteilaktivist Martin Reiter gewährt bei einem Rundgang von der HafenCity nach St. Pauli Einblicke in die Geschichte des elbnahen Wohnens und stellt Initiativen vor, die sich gegen Verdrängung und Gentrifizierung engagieren.

Die Veranstaltung kann auch auf Englisch durchgeführt werden.

Für die Tour wird ein HVV-Ticket benötigt.

Vor- und Nachbereitungsmaterial Rundgang ‘Stadt im Fluss’

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